Welttag der Landfrauen am 15. Oktober

Landfrauen und Bäuerinnen stärken - Ernährung sichern AGEZ fordert gemeinsam mit FIAN und ÖBV gendergerechte Agrarreformen in den Ländern des Südens

Wien (OTS) - Frauen in ländlichen Gebieten - wie beispielsweise Bäuerinnen in Zentralamerika, auf den Philippinen oder in Indien -haben keinen oder nur beschränkten Zugang zu Landbesitz, Produktionsmitteln und Krediten. FIAN, die internationale Menschenrechtsorganisation für das Recht auf Nahrung ruft Regierungen weltweit dazu auf, ihren Verpflichtungen hinsichtlich des internationalen Paktes über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte nachzukommen und diesen Mißstand abzuschaffen. Im Rahmen der internationalen Kampagne für Agrarreformen hat FIAN wiederholt auf die spezifische Benachteiligung von Frauen durch diskriminierende Besitz- und Erbgesetzgebungen hingewiesen. Obwohl Frauen in vielen Familien die Ernährung sicherstellen - in Afrika erzeugen sie 80% der Grundnahrungsmittel - ist die Rate der Unterernährung bei Frauen größer als bei anderen Familienmitgliedern.

Weitere Benachteiligungen treffen Landfrauen in Ländern des Südens im politischen Bereich: Es gibt nur geringe politische Teilnahme auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Landfrauen sind von Bildung, medizinischer Versorgung und sozialen Dienstleistungen ausgeschlossen.

Daher haben sich Frauen, insbesondere Bäuerinnen zusammengeschlossen, um u.a. für Land, Organisationsfreiheit, Wahlrecht und soziale Sicherheit zu kämpfen. La Via Campesina ist das weltweite Netzwerk von BäuerInnenorganisationen, die für den Schutz einer bäuerlichen Landwirtschaft als Grundlage der Ernährungssouveränität und für gleichberechtigte und sozial gerechte wirtschaftliche Beziehungen eintritt. Gemeinsam ist den Landlosen und BäuerInnen in Nord und Süd der Kampf gegen die international agierenden agro-industriellen Konzerne. Die österreichische Bergbauernvereinigung ÖBV ist ebenfalls Mitglied in diesem Netzwerk und hat - auch als Vertreterin der Westeuropäischen Bauernorganisationen CPE - an der im Vorfeld des Landfrauentages organisierten internationalen Konferenz der Landfrauen und Bäuerinnen in Bangalore, Südindien, teilgenommen (30.9.-1.10.).

Die AGEZ, Dachorganisation von 29 entwicklungspolitischen Organisationen in Österreich, unterstützt die Forderungen der Landfrauen nach gendergerechten Agrarreformpolitiken: Frauen muß einerseits Zugang zu Land, andererseits Bildung und Ausbildung und Zugang zu politischer und sozialer Mitbestimmung ermöglicht werden! Die AGEZ-Mitgliedsorganisationen setzen diese Forderungen in beispielhaften Projekten schon jetzt um. Die Verwirklichung des Rechts auf Nahrung, Land und Freiheit für Landfrauen und ihre Familien kann nicht nur aus Mitteln der Entwicklungszusammenarbeit allein erreicht werden. Deshalb ruft die AGEZ die VerantwortungsträgerInnen der Agrarpolitik und der Entwicklungspolitik auf, ihre Strategien an den spezifischen Interessen von Landfrauen auszurichten !

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Heidi Rest-Hinterseer
Bäuerin der ÖBV
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