Rossmann: "Mitarbeiter im Tourismusbericht berücksichtigen!"

Wien (BMWA/OTS) - Tourismus-Staatssekretärin Mares Rossmann berichtete heute, 13.10.2000, im Rahmen des Wirtschaftsausschusses über die Lage des Tourismus und der Freizeitwirtschaft in Österreich 1999. Die Struktur des vorliegenden 10. Berichtes orientiert sich erstmals an dem "Annual report of the Member States on the most significant measures in the field of tourism" der Europäischen Kommission.***

In diesem Bericht werden die Entwicklungslinien der Tourismus- und Freizeitwirtschaft, die Rahmenbedingungen und die wirtschaftliche Lage im Jahr 1999 "kurz, prägnant und kostengünstig" dargestellt, so Rossmann. Abgesehen von einer vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit in Auftrag gegebenen Studie des WIFO (Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung) basiere der Bericht auf Grundlagen von Arbeiten der ÖHT (Österreichische Hotel- und Tourismusbank) und der BÜRGES Förderungsbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit. ÖHT und BÜRGES untersuchten vor allem das Gebiet der Förderungen. Ein großer Erfolg seien die Ausarbeitungen der Garantierichtlinien für Kongresse, hob Rossmann hervor. Erstmals werden auch Zukunftsthemen bearbeitet, hier insbesondere das Destinations Management Monitoring Austria (DMMA), die Bedeutung von Clustern, die Unterstützung des Strukturwandels durch neue Instrumente des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit, sowie ein Tourismussatellitenkonto. Sonstige Schwerpunkte waren neue Formen der Kooperation, die technische Maßnahmen dazu und die Grundlagen des Web-Marketings. Dem Internet werde auch in Zukunft großer Stellenwert eingeräumt, stellte Rossmann fest.

Nachdrücklich betonte Rossmann, daß man in der laufenden Debatte über den österreichischen Tourismus die Humanressourcen nicht vernachlässigen dürfe. Die "Qualität und Zufriedenheit der Mitarbeiter", ein Kernpunkt des österreichischen Tourismus, müßten gewahrt bleiben. Dazu stellte Rossmann eine Bildungsoffensive in Aussicht. Derzeit arbeite man an einer zufriedenstellenden Lösung für die Saisonarbeiter. Sie, Rossmann, werde darauf achten, daß dem wichtigen Kapitel Mitarbeiter im Tourismus im nächsten Tourismusbericht ausführlich Rechnung getragen werde. Rossmann dachte auch eine Änderung der Zielgruppe des Tourismusberichtes an. "Es sollte für diesen wertvollen Bericht eine breitere Zielgruppe geben", so die Staatssekretärin.

Rossmann sprach erneut die Dringlichkeit der Schaffung von Maßnahmen zur Saisonverlängerung an, etwa in Hinblick auf marktorientierte, zeitgemäße Angebote. Die Kapitalschwäche der Tourismusbetriebe sei nach wie vor alarmierend, die Jahresauslastung der Betriebe österreichweit ausgenommen der Städte, betrage durchschnittlich nur 27%. Steigende Umsätze auch bei sinkenden Nächtigungszahlen zeigen, daß der Weg in Richtung Qualitätstourismus der richtige sei. Abschließend lud Rossmann die Vertreter aller Parteien ein, gemeinsam an den dringend notwendigen Maßnahmen zum Strukturwandel im Tourismus zu arbeiten. (Schluß)

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