Bösch: "Entschädigung für Kriegsgefangene sehr begrüßenswert"

"300 Schilling zusätzlich zur Pension schließt Gesetzeslücke"

Wien, 2000-10-13 (fpd) - Der freiheitliche Abgeordnete Dr. Reinhard E. Bösch begrüßte heute die Entscheidung der Bundesregierung, ehemaligen Kriegsgefangenen zusätzlich 300 Schilling Entschädigung pro Monat zur Pension zu gewähren. Dies gilt für jene, die nach dem Zweiten Weltkrieg in ost- und mitteleuropäischen Staaten, hauptsächlich in der Sowjetunion und in Jugoslawien, unter oft menschenunwürdigen und dem Kriegsvölkerrecht widersprechenden Bedingungen in Kriegsgefangenschaft waren. ****

Bösch betonte, daß diesen Leuten aufgrund ihrer Kriegsgefangenschaft oft Pensionsbeitragsmonate fehlten und sie infolgedessen häufig nur eine sehr geringe Pension beziehen würden. Diese Gesetzeslücke zu schließen sei nun Aufgabe von Sozialministerin Sickl, die ein entsprechendes Gesetz ausarbeite.

Gerade im Lichte der allgemeinen Aufarbeitung der oftmals tragischen Ereignisse in der Zeit des Zweiten Weltkrieges und danach habe die Bundesregierung mit viel Fingerspitzengefühl agiert. Man habe nicht nur in der Frage der Entschädigungszahlungen von NS-Zwangsarbeitern eine akzeptable Lösung gefunden, sondern im Sinne einer objektiven Geschichtsbetrachtung auch die andere Seite nicht vergessen. Eine langjährige Forderung der Kameradschaftsbünde und Heimkehrerverbände sei mit der jetzt getroffenen Regelung ebenfalls erfüllt worden, betonte Bösch abschließend. (Schluß)

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