"Treffpunkt Kultur" am Montag, dem 16. Oktober: George Clooneys Odyssee

Wien (OTS) - Barbara Rett präsentiert in "Treffpunkt Kultur" am Montag, dem 16. Oktober 2000, um 22.30 Uhr in ORF 2 live aus dem ORF-Zentrum unter anderem folgende Beiträge:

George Clooneys Odyssee: Die Coen-Brüder auf den Spuren von Homer: In seinem neuen Film hat Hollywood-Beau George Clooney gleich zwei Klötze am Bein und die Polizei am Hals. "O Brother, Where Art Thou?" handelt von drei aneinander geketteten Häftlingen, die im tiefsten Süden der USA eine wahre Odyssee durchleben. Depression kommt dabei keine auf - auch wenn die Handlung in den dreißiger Jahren angesiedelt ist. Die sozialkritische Burleske der filmemachenden Brüder Joel und Ethan Coen ("Fargo") ist vor allem für Bildungsbürger ein rechter Spaß: Die Coens haben die 12.000 Hexameter-Verse aus Homers "Odyssee" zu 107 kultverdächtigen Kinominuten komprimiert. Da kreuzt Komiker-Schwergewicht John Goodman als "Zyklop" den Weg der Flüchtigen, und drei singende "Sirenen" rauben ihnen fast den Verstand. "Treffpunkt Kultur" bittet den früheren Rektor der Uni Wien, Wolfgang Greisenegger, um sein humanistisches Urteil und die Brüder Coen zum Interview.

Literaturland Polen: Krakau und seine Schriftsteller: Polen ist heuer Schwerpunkt-Land auf der Frankfurter Buchmesse - Anlass für "Treffpunkt Kultur", dem kulturellen und literarischen Zentrum des Landes einen Besuch abzustatten: Krakau. Die alte Königsresidenz ist eine der europäischen Kulturhauptstädte 2000. Vor genau 600 Jahren wurde hier die Universität gegründet, bis heute ist sie geistige Heimat der wichtigsten Schriftsteller des Landes. "Treffpunkt Kultur" porträtiert eine weltoffene Stadt und einige ihrer profiliertesten Schriftsteller. Sie sprechen über die rasanten Veränderungen im Land seit der Revolution vor zehn Jahren und über die Bemühungen, ihren Platz im kulturellen Bewusstsein Europas zurückzuerobern.

Harry-Hysterie und Potter-Partys: Prominente Studiogäste als Gastrezensenten des neuen "Harry Potter": Sie sind süchtig nach ihrem Idol und an diesem Wochenende bekommen sie endlich neuen Stoff -Lesestoff. Die Buchhändler sind für den Sturm der Fans gerüstet, wenn am Samstag, dem 14. Oktober, österreichweit der neue "Harry Potter" ausgeliefert wird. Der vierte Band um den übersinnlichen Waisenknaben wird mit Festen gefeiert und ist jetzt schon das erfolgreichste Kinderbuch aller Zeiten - Startauflage allein im deutschen Sprachraum: mehr als eine Million Exemplare. Autorin Joanne K. Rowling wurde binnen eines halben Jahrzehnts von der Sozialhilfeempfängerin zur bestverdienenden Frau Großbritanniens. "Treffpunkt Kultur" berichtet über Harry-Hysterie und Potter-Partys sowie über den Drehstart zum ersten Harry-Potter-Film in England. Durchaus erwachsene Potter-Leser wie Barbara Coudenhove-Kalergi und Galerist Ernst Hilger schildern ihre Faszination für ein Kinderbuch. Barbara Rett bittet prominente Gast-Rezensenten wie Timna Brauer und Erich Schleyer live ins Studio.

Nestroy mal 3: Theaterpreis, Fernsehspiel und Theaterrevue rund um Nestroy: "Und nominiert für den ’Nestroy’ sind ..." - ein Hauch von Hollywood wird durch das Theater an der Wien wehen, wenn am 21. Oktober im Rahmen einer Live-Gala der "Erste Wiener Theaterpreis" vergeben wird. Die Trophäe mit dem klangvollen Namen des Wiener Theatergenies löst die Kainz-Medaille ab und dient nicht nur dem Prestige der Preisgekrönten, sondern soll auch einem breiten Publikum Lust auf Theater machen. Als haushoher Favorit geht Luc Bondys Inszenierung von Tschechows "Die Möwe" ins Rennen. Durch die Gala führt Burg-Star Peter Simonischek, der in "Treffpunkt Kultur" über seine Beziehung zu Nestroy und Theaterpreisen spricht.
Als Einstimmung auf die Gala zeigt der ORF Dieter Berners Fernseh-Adaption einer Novelle von Peter Turrini: "Die Verhaftung des Johann Nepomuk Nestroy" ist eine semibiografische Tragikomödie um den österreichischen Komödianten, der unbedingt Tragiker werden wollte. Fritz Karl spielt in dieser Produktion der ORF-Kultur den jungen Nestroy. An ein biografisches Detail aus dem Leben des Theaterrevolutionärs, dessen 200. Geburtstag nächstes Jahr gefeiert wird, ist diesmal auch das "Denkspiel" von "Treffpunkt Kultur" geknüpft.
In die Rolle des Johann Nepomuk Nestroy schlüpft demnächst auch Publikumsliebling Adi Hirschal: Am Donnerstag, dem 26. Oktober, erlebt in der Wiener Kammeroper Peter Hofbauers Singspiel "Ewig schad’ um uns" die Uraufführung. Darin geht es um den Zweikampf zweier Alt-Wiener Theater-Giganten: Nestroy und Raimund. Regie führt Nikolaus Büchel, Paul Gulda übernimmt die musikalische Leitung. Studiogast Adi Hirschal wird in "Treffpunkt Kultur" ein Potpourri aus dem Programm zum Besten geben.

Jugoslawien: Künstler nach der Wende: Zwei Balkan-Stücke beim steirischen herbst. Der steirische herbst stellt heuer zwei Autoren aus dem ehemaligen Jugoslawien vor: Mit "Das Pulverfass" eröffnet Dejan Dukovski einen szenischen Reigen der Gewalt, dem er tiefschwarzen Humor entgegensetzt. In "pad/der sturz" spürt die junge Belgrader Autorin Biljana Srbljanovic den historischen Dimensionen der Jugoslawien-Krise nach. "Treffpunkt Kultur" fragt die beiden Autoren nach ihrer Einschätzung der aktuellen Situation nach dem Sturz von Milosevic: Welche Hoffnungen dürfen sich Künstler und Intellektuelle nun machen? Und: Müssen die beiden Autoren ihre pessimistischen Annäherungen an die Heimat nach der sanften Revolution revidieren?

Georg Riha am Gipfel: Der Filmmagier live im Studio: Im Sommer 1800 gelang es vier Alpinisten, den "König" der österreichischen Berge zu bezwingen - den Großglockner. 200 Jahre später heftet sich der vielfach preisgekrönte Filmmagier Georg Riha auf ihre Spuren. Mittels modernster Kameratechnik gelingt es ihm, den "schwarzen Berg" - so der Titel seiner Dokumentation - aus atemberaubenden Blickwinkeln zu porträtieren. Als Studiogast von Barbara Rett gibt Georg Riha Einblick in seine Bilderwelten und Ausblick auf künftige Projekte. Nach dem Stephansdom hat er schon weitere Kulturdenkmäler im Visier. Die Vorbereitungen zu den Einspielungen für das kommende Neujahrskonzert laufen unter der Devise: 2001 - Odyssee im Musikverein.

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