Dirnberger bezeichnet Stummvolls Vorschlag zum Arbeitslosengeld als "zynisch"

Bartenstein setzt wieder einmal Arbeitnehmer einseitig unter Druck

Wien (OTS) - Als "zynisch" weist heute AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB) den jüngsten Vorschlag von ÖVP-Finanzsprecher Stummvoll zur generellen Kürzung des Arbeitslosengeldes zurück. Stummvoll hatte gemeint, er könne sich das Abgehen der 4 Wochen Wartefrist für Saisonarbeiter vorstellen, wenn statt dessen alle Arbeitslosen künftig 5 Tage lang kein Arbeitslosengeld erhalten.

"Eigenartig" nennt Dirnberger den einseitigen Druck Minister Bartensteins auf die Arbeitnehmer, im Falle der Nichteinigung der Sozialpartner auf ein Jahresarbeitszeitmodell bei den vier Wochen Sperre des Arbeitslosengeldes zu bleiben. "Wo bleibt dabei der Druck auf die Wirtschaft zum Abschluss eines gerechten Durchrechnungsmodells", kritisiert Dirnberger das Vorgehen des Ministers.

Dirnberger zu Stummvolls generellem Angriff auf alle Arbeitslosen:
"Schon jetzt ist das Arbeitslosengeld in Österreich im EU-weiten Vergleich eines der niedrigsten. Derartige Belastungsversuche gegen die, die sich am wenigsten wehren können, sind einfach unanständig und unmoralisch. Ich erwarte mir eine klare Zurückweisung dieses Vorschlages des Wirtschaftsvertreters Stummvoll durch ÖAAB-Bundesobmann Fasslabend. Klare Worte sind gefragt! Nicht einseitig mit Druck auf Arbeitnehmer und auf Arbeitslose das Budget sanieren, das sollten sich die Stifter und Vertreter der Konzernherren in den Regierungsparteien endlich klar werden. Nur auf dem kleinen Mann herumzutrampeln wird zu keinem Erfolg führen, eher zu heftigen Reaktionen, denn auf Dauer lässt sich niemand so ungestraft von der Politik behandeln."

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