LSF-Köberl: "Faißt hat 50.000 Studierenden ins Gesicht gelogen!"

ÖH-Vorsitzender wendet sich gegen Studierende

Wien (OTS) - Anläßlich des bundesweiten Aktionstages am 11.10. gegen Studiengebühren versprach der von der ÖVP-nahen AG gestellte ÖH-Vorsitzende Martin Faißt, dass es keine Verhandlungen mit einer "wortbrüchigen" Regierung geben werde. Dies verkündete er im Rahmen seiner Rede vor etwa 50.000 Studierenden, die sich am Ballhausplatz versammelt hatten.

In einer Aussendung vom 12.10. meinte Faißt aber nun wörtlich:
"Die Gespräche mit den politisch Verantwortlichen völlig zu verweigern, ist der falsche Weg." Gemeinsam mit seinen Fraktionskollegen von der ÖVP-nahen AG ist er mit Ministerin Gehrer über die Einrichtung eines Expertenrates zum Thema Studiengebühren übereingekommen. Auch Vertreter aus dem Bildungsministerium seien dazu eingeladen worden, sich an diesem Rat zu beteiligen.

"Faißt hat 50.000 Studierenden kaltblütig ins Gesicht gelogen!" zeigt sich Michaela Köberl, Bundessprecherin des Liberalen StudentInnen Forums (LSF) entsetzt. Man könne sich vorstellen, daß die Ministerin einem derartigen Ansinnen mit Freuden zugestimmt hat. "Einen größeren Gefallen hätte ihr Faißt nicht machen können. Der ÖH-Chef macht mit der blau-schwarzen Regierung gemeinsame Sache", kritisiert Köberl.

Dass der Vorsitzende der ÖH, dessen Aufgabe es sei, die Interessen der Studierenden bestmöglich zu vertreten, sich nun offen gegen die Studierenden wende, sei ein handfester Vertrauensbruch!

Es habe den Anschein, als ob Faißt eher um seine eigene Parteikarriere in der ÖVP fürchte als um die Einführung von Studiengebühren. Auch die Tatsache, dass die AG am Fördertopf der ÖVP hänge, habe wohl den Protestwillen Faißts gebrochen. "Faißt und seine AG haben nun endgültig das Vertrauen der Studierenden verspielt", so Köberl abschließend.

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