Vladyka: Kosovo-Flüchtlinge von Strasser ,vor die Tür" gesetzt

Kein Land in Sicht bei der ,Insel der Menschlichkeit"

St. Pölten, (SPI) - "Nun hat auch der Kärntner Flüchtlingsbeauftragte die Kritik der NÖ Sozialdemokraten bestätigt. In einem offiziellen Statement von gestern abend ist nachzulesen, "diese Familie sei seitens des Bundesministeriums für Inneres aufgefordert worden, das Quartier in Kärnten am 11. Oktober 2000 nach dem Frühstück zu verlassen und ihren weiteren Aufenthalt im Bundesgebiet selbst zu finanzieren." Man stelle sich vor, eine mittellose Flüchtlingsfamilie wird von Innenminister Ernst Strasser nach dem Frühstück aus ihrer Unterkunft hinauskomplimentiert und soll sich - ohne Geld, ohne Besitztümer, ohne Einkommen - ihren Lebensunterhalt in Österreich ab nun selbst finanzieren. Wie sollen die Kriegsflüchtlinge dies machen? Die Erklärung blieb Strasser, auf dessen Weisung der Hinauswurf erfolgte, schuldig", zeigt sich SP-LAbg. Christa Vladyka erschüttert über das menschenverachtende und unmenschliche Vorgehen von Strasser und seines Kärntner Koalitionskollegen Jörg Haider.****

"Nun wurde endgültig die Fratze der ‚Heuchelei‘ offensichtlich. Da predigen manche die ‚Insel der Menschlichkeit‘, aber es ist weit und breit kein Land in Sicht. Ganz im Gegenteil werden Menschen, die Leid und Elend im Krieg um ihr Heimatland erdulden müssen, ‚nach dem Frühstück‘ vor die Tür gesetzt. Wie lässt sich eine solche Vorgehensweise mit einem angeblich christlich-sozialen Gedankengut vereinbaren? Offensichtlich gut - denn Ernst Strasser und alle seine Freunde, die ähnliche Taten jeden Tag setzen, berührt das gar nicht. Die Menschen sind für diese Politiker längst nur mehr Spielbälle ihrer Macht und ihrer Eitelkeit", so LAbg. Vladyka.
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