VgT: Start frei für die diesjährige "Anti-Pelzsaison"

Seit 1998 ist die Haltung von Pelztieren in Österreich verboten. Damit wurde es amtlich: Pelz ist Tierquälerei. Und dennoch wird Pelz noch immer nach Österreich importiert.

Laaben (OTS) - Seit November 1998 gibt es in Österreich keine Pelzfarmen mehr. Nach jahrelangen Protesten, v.a. des "Verein gegen Tierfabriken" (VgT), wurden endlich die letzten Pelzfarmen verboten. Doch der letzte österreichische Pelzfarmer kassierte seine Abfindung von 4,7 Millionen Schilling von der NÖ. Landesregierung - und zog mit seiner Pelzfarm über die Grenze nach Tschechien, wo es erst recht keine Tierschutzvorschriften gibt. Das Pelztierleid ist ein internationales Problem. Erst wenn auch die Pelzimporte nach Österreich unterbunden sind, wird unser Land nicht mehr am Leid der Pelztiere mitschuldig sein.

Neben Österreich haben schon die Schweiz und Holland Pelzfarmverbote erlassen und in England gibt es ebenfalls eine weitgehende politische Übereinstimmung für ein Pelztierhalteverbot. Überall auf der Welt wird mehr denn je gegen das unermeßliche Leiden der Pelztiere protestiert, welches gerade jetzt im Herbst durch das millionenfache Umbringen der Füchse, Nerze, Nutrias oder Chinchillas durch Vergasen, Elektroschock, Giftspritze oder Genickbruch wieder hochaktuell ist.

Auch in Österreich protestiert der VgT seit nunmehr 2 Jahren regelmäßig die gesamte Pelzsaison hindurch in der Wiener Innenstadt gegen Pelzimporte. Unsere Demonstrationen zeitigten Erfolge: 1997 ging der Pelzhandel in Österreich um 12,8% und 1998 um 6.5% zurück. Mindestens 10 Pelzgeschäfte in Wien mußten aus wirtschaftlichen Gründen schließen, weil kein anständiger Mensch mehr Kleidungsstücke aus durch Tierqual erzeugten Pelz kaufen will. Stattdessen boomt der Verkauf sog. Webpelze.

Am Samstag, dem 14. 10. 2000, findet ab 10.00 Uhr unsere erste Demonstration dieser Saison gegen Pelze, wieder am Stock-im-Eisen Platz in 1010 Wien statt. Ab da werden wir jeden Samstag die ganze Wintersaison zwischen 10 und 18 Uhr am selben Ort mittels Plakaten, Fotos und einem speziellen Video über das Pelztierleid aufklären. Immer wieder versucht zwar die Kürschnerlobby diesen und andere gute Plätze in der Wiener City durch fingierte "Gegendemos" (mit bezahlten Zettelverteilern) zu vereiteln, doch auch wir lernen dazu und haben auch heuer wieder rechtzeitig reagiert und bereits sämtliche Samstage dieses Jahres vorangemeldet!

Nicht zu vergessen sind die sogenannten Pelzverbrämungen, zu finden an Krägen und Ärmeln von Jacken und Mänteln. Oft sind diese aus Hunde- oder Katzenfellen hergestellt und kommen zum Großteil aus Asien. Der VgT wird mit Plakaten zu diesem Thema den ganzen November über in den Wiener U-Bahnlinien präsent sein, um auf diese Grausamkeit aufmerksam zu machen und die Konsumenten darüber zu informieren. Auf Wunsch schicken wir Interessierten auch ein Video mit authentischen Aufnahmen zu. Während die Fa. Kleiderbauer auf unsere Anfrage hin bestätigt, keine Echtpelzkrägen mehr zu führen, findet man diese z.B. bei der Fa. C&A auch heuer wieder in großen Mengen. Wir werden daher heuer unsere Pelzdemos auch auf diese Bekleidungskette ausdehnen.

Trotz des fortdauernden weltweiten Niedergangs der Pelzindustrie wird der Pelzhandel nicht müde, in teuer bezahlten Werbeeinschaltungen in Hochglanzbroschüren diverser Tageszeitungen mit dem Slogan "Pelz ist wieder in" zu werben. Doch immer mehr Menschen erkenne: Pelz war noch nie so out wie heute. Daher unsere Forderung:

Importstop für Pelze nach Österreich!

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