Drei Jahre RadioKulturhaus: Genügend Gründe, um zu feiern

Ausgeglichene Bilanz, mehr als 100.000 Besucher und ein attraktives Festprogramm: Das RadioKulturhaus zelebriert mit Wecker, Heller und Brauer sein dreijähriges Bestehen

Wien (OTS) - Das RadioKulturhaus feiert seinen dritten Geburtstag. Anlässlich dieses Jubiläums bekommt das Publikum ein buntes, abwechslungsreiches und attraktives Festprogramm geboten: Konstantin Wecker in Concert und tags darauf mit Georg Springer im "Unsichtbaren Opernhaus", Arik und Timna Brauer seit langem wieder gemeinsam auf der Bühne, ein Orgelkonzert im Geiste Bach, ein Abend mit André Heller, der sowohl Öffentliches als auch Privates aus seinem Leben preisgeben wird - Heller ist ja gemeinsam mit Ö1 Programmchef Alfred Treiber "Spiritus Rector" des RadioKulturhauses - eine Hommage an den großen Filmemacher Jean-Luc Godard mit einem Film-Konzertabend und Special Guest Martial Solal, der die Musik zu Godards Filmen wie "Außer Atem" geschrieben hat, ein "Tag der offenen Tür" für Kinder und last but not least ein fünftägiges Tango-Festival mit Konzerten, Milongas und Tango-Workshops. Und auch das KlangTheater GanzOhr bietet zum Jubiläum etwas Besonderes: die Neufassung der ersten Soundshow unter dem Titel "Radio Days. Radio Geschichte Erleben" an.****

Am 22. Oktober 1997 wurde das RadioKulturhaus - bestehend aus dem RadioCafe mit Live-Studio, dem RadioMuseum und dem adaptierte Großen Sendesaal - eröffnet. Das zweite Standbein des RadioKultuhauses, das KlangTheater GanzOhr - ein Projekt von André Heller, Hans Hoffer und Alfred Treiber - wurde mit einem fulminanten Festakt am 18. Mai 1998 präsentiert.

Die ersten Ideen zum Projekt "RadioKulturhaus" wurden im Herbst 1995 Ö1-Programm- und Kulturchef Alfred Treiber artikuliert und von Gerhard Weis - damals Hörfunk-, heute Generalintendant - sofort unterstützt. Treiber: "Das war damals eine risikoreiche und von der Öffentlichkeit in ihrer Bedeutung in keiner Weise erkannte Tat. Darüber hinaus markierte die Gründung des RadioKulturhauses auch einen gewissen Einschnitt in die Geschichte unseres Hauses. Denn im Wesentlichen war und ist Radio ein Distributionsapparat zur 'Sendung' und 'Verkündung'. Allzu viel wollte man mit dem Publikum nicht zu tun haben, und es ins Haus hereinlassen, wollte man schon gar nicht oder nur in homöopathischen Dosen. Jetzt haben wir das RadioKulturhaus dem Publikum mit täglichen Veranstaltungen, Führungen und einem RadioCafe geöffnet. Und das Publikum nimmt dieses Angebot auch an, das ist das Erfreuliche." In der Folge wurde Christiane Goller-Fischer als Assistentin von Alfred Treiber mit der Programmierung betraut. Seit 1997 ist Goller-Fischer Geschäftsführerin des RadioKulturhauses.

Das Spannungsverhältnis, das sich bereits aus der Architektur -der Verbindung des denkmalgeschützten Holzmeister-Sendesaals mit modernster Radio- und Computertechnik - ergibt, setzt sich in der Programmphilosophie des RadioKulturhauses fort: Konzerte, Lesungen, Symposien, Volksmusik, Kabarett, Jazz, Zeitgenössische und Alte Musik - kaum einem Genre bleibt der Zutritt zum Großen Sendessal verwehrt.

Das Künstler-Gästebuch des RadioKulturhauses liest sich wie das Who-is-Who der österreichischen und internationalen Kulturszene: Karl Ratzer, Art Farmer, Karl Heinz Miklin, Peter Turrini, Ernst Jandl, Triology, Julian Rachlin, Roland Neuwirth, Ensemble Accordone, das Radio Symphonieorchester und Marianne Faithful, Konstantin Wecker, Ludwig Hirsch, Hermann Nitsch, Josef Hader, Bernhard Ludwig, Otto Lechner, Wolfgang Puschnig, das Vienna Art Orchestra, John McLaughlin, Friedrich Gulda, Corey Harris, Timna Brauer, Michael Köhlmeier, Erich Hackl, Christiane Hörbiger, Thomas Hampson, Ephraim Kishon und Erika Pluhar sind nur einige der Stars, die seit Oktober ‘97 im RadioKulturhaus auftraten.

Geschäftsführerin Christiane Goller-Fischer dazu: "Die Erfahrung der vergangenen drei Jahre bestätigt, dass die Aufgabe und Stärke des RadioKulturhauses darin liegt, die kulturelle Vielfalt des Landes abzubilden und zu beleuchten, interessante Trends und Themen dem Publikum näherzubringen und innovative Impulse für die Zukunft zu setzen."
Dies alles bestätigt die Programmphilosophie des RadioKulturhauses, ein hochqualitatives, möglichst breites und dem Medium Radio verwandtes Programm anzubieten, das zum großen Teil seinen programmlichen Niederschlag im Kultursender Ö1 findet.

Hörfunkintendant Manfred Jochum ergänzt: "Unsere Philosophie ist, die Hörer das Medium Radio 'spüren' zu lassen. Die Identifikation mit dem, das man sonst nur in akustischer Form kennt, steigt, denn Öffnung bedeutet auch Sympathiegewinn. Ein Konzept, das sich äußerst positiv in den Hörerzahlen niederschlägt. Denn Ö1 gehört eben nicht nur gehört, Ö1 gehört auch erlebt. Das RadioKulturhaus bietet dazu die Möglichkeit."

Erfreuliche Bilanz

1999, und damit früher als erwartet, bilanziert das RadioKulturhaus bereits ausgeglichen. Die Vorgabe der ORF-Geschäftsführung, die Kosten durch Erlöse zu erwirtschaften, wurde erfüllt. Die Besucherzahlen konnten von ‘98 auf ‘99 um plus 37,4 Prozent gesteigert und die durchschnittliche Besucherauslastung des ersten Halbjahres 2000 auf 65 Prozent erhöht werden; gleich nach Einführung der neuen elektronischen RadioKulturhausKarte im September 1999 konnten mehr als 1.000 Abonnenten gewonnen werden, und voraussichtlich am 20. Oktober wird beim Konzert von Timna und Arik Brauer der 100.000ste Besucher im RadioKulturhaus begrüßt. "Mit Gesamteinnahmen von 15 Millionen Schilling ist es gelungen, die Gesamtkosten des RadioKulturhauses, bestehend aus den Veranstaltungen im Großen Sendesaal und RadioCafe und dem KlangTheater GanzOhr, abzudecken und ausgeglichen zu bilanzieren", freut sich Goller-Fischer. Im Detail setzen sich die Einnahmen zu 65 Prozent aus Kartenerlösen zusammen, der Rest konnte durch Kooperationen, Sponsoren, Vermietungen und Programmverkäufen erwirtschaftet werden.(hb)

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