Städtebund: Biotonne von Einstellung bedroht

Wien, (OTS) "Ein Verordnungsentwurf des Umwelt- und Landwirtschaftsministeriums droht das Ende der Biotonne zu
bringen," erklärte Generalsekretär Dr. Erich Pramböck vom Österreichischen Städtebund am Donnerstag.

Nach dem Entwurf einer neuen Verordnung des Landwirtschaftsministers über Qualitätskompost soll in Hinkunft Kompost aus Bioabfällen aus Haushalten nicht mehr als Qualitätskompost anerkannt werden. Die künftige Kompostverordnung erlaubt nämlich nur die Übernahme von getrennt gesammeltem Bioabfall, enthält jedoch keinerlei Aussage, wonach auch die Kompostierung dieser Abfälle erlaubt sein soll. In einer
Auflistung der zulässigen Ausgangsmaterialien für Qualitätskompost sind nämlich die getrennt gesammelten Bioabfälle aus Haushalten nicht enthalten. Gleichzeitig verpflichtet jedoch die bereits bestehende Verordnung des Umweltministers über die getrennte Sammlung biogener Abfälle die Bevölkerung und die jeweiligen Gebietskörperschaften, d.h. die Gemeinden, Bioabfall getrennt zu sammeln und sie einer Verwertung in einer dafür geeigneten Anlage zuzuführen.

Sollte die Neuverordnung tatsächlich in Kraft treten, kann
die bereits seit Jahren hervorragend funktionierende und von den Bürgern geschätzte Bioabfallkreislaufwirtschaft von den Städten und Gemeinden nicht mehr aufrecht erhalten werden. Eine
Einstellung der Biotonne und der Kompostierung würde eine jahrelange Überzeugungsarbeit zunichte machen und hätte auch eine Vielzahl negativer umweltpolitischer und finanzieller
Konsequenzen. So würde z.B. der Restmüll um 10 bis 20 %, oder mehrere 100.000 Tonnen ansteigen, schoss Pramböck. (Schluss) wstb

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