GdG-Hundstorfer: Viele ArbeitnehmerInnen in Existenz gefährdet

Den "Großen" wird das Geld nachgeworfen

Wien (GdG/ÖGB). "Abkassieren bei den 'Kleinen' um den 'Großen'
das Geld nachwerfen zu können. Das ist die Devise der derzeitigen Regierung. Und da ist es egal, ob etwa ein Friedhofsgärtner im Winter eine Beschäftigung hat oder nicht", kritisiert der Wiener Vorsitzende der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG), Rudolf Hundstorfer die Sozialabbaupläne der Regierung.++++

Der Wiener GdG-Vorsitzende nennt konkrete Beispiele. So haben beispielsweise BadewärterInnen oder GärtnerInnen im Bereich der Park-und Friedhofsbetreuung in vielen Städten und Gemeinden Zeitverträge. Und genau da greift diese Regierung mit der vierwöchigen Sperre des Arbeitslosengeldes voll zu.

Hundstorfer: "Was kann ein Friedhofsgärtner dafür, dass es im Winter in den Friedhöfen keine gärtnerischen Arbeiten gibt? Was kann ein Badewärter in einem Freibad dafür, dass nur im Sommer gebadet werden kann?" Das es dieser Regierung weder um soziale Ausgewogenheit, noch um soziale Treffsicherheit geht, ist für den Wiener GdG-Vorsitzenden klar. Hundstorfer: "Sie will schonungslos bei den Kleinen abkassieren um den Reichsten in diesem Land das Geld regelrecht nachwerfen zu können."

Als treffenstes Beispiel für die unsoziale Politik der derzeitigen Regierung nennt der Wiener GdG-Vorsitzende das Gerangel um die Stiftungsbesteuerung. Hundstorfer: "Egal ob mit der angekündigten Stiftungsregelung nun 500 Millionen Schilling oder zwei Milliarden hereinkommen, angesichts der enormen Schröpfaktion bei den ArbeitnehmerInnen sind doch beide Beträge reine Augenauswischerei."

Hundstorfer fordert die Regierung auf, endlich einzusehen, dass sie mit ihrer Politik viele ArbeitnehmerInnen in ihrer Existenz gefährde und den Grundstein für die neue Armut in diesem Lande legt. "An dieser Tatsache ist auch mit der heutigen Sondersitzung des Nationalrates nicht zu rütteln. Abkassieren bei den Kleinen wird auch durch die perfekteste Inszenierung nicht sozialer."(ff)

ÖGB, 12. Oktober 2000 Nr. 844

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