Ältere Patienten vertragen Lamotrigine besser als Carbamazepine / Bessere Verträglichkeit führt wahrscheinlich zu verstärkter Mitwirkung des Patienten bei der Behandlung

Florenz, Italien (ots-PRNewswire) - Forschungsergebnisse, die auf dem "4th European Congress on Epileptology" (ECE) vorgestellt wurden, zeigen, dass Lamotrigine von älternen Patienten besser vertragen wird als Carbamazepine (1) (2). Umfassende Daten aus über 13 Studien belegen, dass Lamotrigine nicht nur ein höchst effektives Antiepileptikum (AED) für ältere Patienten ist, sondern auch die Risiken früherer Mittel, wie Nebenwirkungen auf das zentrale Nervensystem und auf andere Körperbereiche, reduziert. Die Verminderung der Nebenwirkungen auf das zentrale Nervensystem hat große Auswirkungen auf die Lebensqualität der Patienten und vergrößert die Chancen, dass die Behandlung weitergeführt wird.

Nachdem ein Viertel aller neuen Epilepsie-Fälle bei Menschen über 60 Jahren auftritt, sind viele Ärzte vor eine schwierige Wahl gestellt, wenn sie eine AED-Monotherapie verschreiben (3). Altersbedingte Veränderungen im Stoffwechsel und die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten gleichzeitig noch Medikamente gegen andere Krankheiten nehmen, machen die Auswahl des Epilepsie-Mittels so gefährlich.(4) Zudem reagieren alte Menschen aufgrund ihres langsameren Stoffwechsels generell sensibler auf Nebenwirkungen als junge Leute.(4)

Laut Professor Martin Brodie von der Universität Glasgow ist das ideale Antiepileptikum für ältere Patienten ein Medikament, das als Monotherapie angewandt werden kann, gegen alle Arten von Anfällen wirkt, ein oder zweimal täglich eingenommen wird und nicht mit anderen Medikamenten interagiert. Ein Nichtauftreten von Nebenwirkungen auf das zentrale Nervensystem würde besonders für ältere Patienten von Vorteil sein, da es das Risiko von Stürzen vermindert.(5)

Lamotrigine wird Erwachsenen mit Epilepsie als zusätzliche oder eigenständige Therapie verschrieben. Das Mittel hat das ideale pharmakologische Profil für ältere Menschen. Es hat eine lange Ausscheidungs-Halbwertzeit, wirkt bei allen gängigen Arten fokaler Epilepsie, beeinträchtigt oder verusacht keinen hepatischen Stoffwechsel und hat keine Nebenwirkungen auf das zentrale Nevensystem wie Schwindel, Verwirrung oder kognitive Störungen.(5)

"Wir haben schlüssig bewiesen, dass Lamotrigine für ältere Patienten sicher ist und gut vertragen wird", sagt Dr. Luigi Giorgi, leitender Arzt für klinische Forschung bei Glaxo Wellcome. "Diese Studien haben gezeigt, dass mit Lamotrigine behandelte Patienten doppelt so häufig ihre Therapie weiterführen wie Patienten, die ältere Antiepileptika wie zum Beispiel Carbamazepine nehmen. Lamotrigine ist ein höchst effektives, sicheres und gut verträgliches Mittel für Erwachsene und ältere Menschen."

Studie über Lamotrigine bei Senioren

Zum ersten Mal wurden umfassende Daten aus insgesamt 13 unterschiedlichen Studien mit mehr als 200 älteren Epilepsie-Patienten (über 65 Jahre) ausgewertet, um die Effizienz und Sicherheit der zwei am häufigsten verschriebenen Antiepileptika zu erforschen: Lamotrigine und Carbamazepine.

In der ersten Analyse wurden Daten über den Behandlungserfolg und das Ansprechen auf Lamotrigine oder Carbamazepine als Monotherapie bei 199 älteren und 596 erwachsenen (unter 65 Jahren) Patienten mit frisch diagnostizierter Epilepsie verglichen. Die Monotherapien mit Lamotrigine bzw. Carbamazepine erwiesen sich als höchst effektiv bei der Vorbeugung gegen fokale Epilepsie. Bei Lamotrigine tauchten jedoch sichtbar weniger Nebenwirkungen auf. Das Auftreten von Schwindel war bei der Gruppe mit der Lamotrigine-Behandlung nur etwa halb so häufig. Zudem beendeten nur sehr wenige Patienten ihre Therapie mit Lamotrigine, während in der Carbamazepine-Gruppe bis zu 42 Prozent der Patienten wegen Nebenwirkungen aufgaben.

Bis zu 40 Prozent der Patienten hält ihre verschriebene Antiepileptika- Therapie nicht den Vorgaben gemäß ein und geht damit ein höheres Risiko von wiederkehrenden Anfällen ein. Einer von mehreren Gründen dafür ist die reelle oder eingebildete Angst vor Nebenwirkungen (6).

"Viele Leute mit Epilepsie stoppen lieber die Behandlung ganz, als dass sie Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Schwindel oder den Verlust der kognitiven Funktionen in Kauf nehmen. Diese Nebenwirkungen können für ältere Patienten besonders beängstigend sein", sagt Dr. Michael Winnem, MD "Epilepsy Medical Strategy" bei Glaco Wellcome.

Das gute Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil von Lamotrigine bei älteren Patienten wurde in Florenz durch eine zweite Analyse bestätigt. Hier wurden Daten aus 13 Studien mit Lamotrigine bei Senioren ausgewertet, wobei die durchschnittliche Tagesdosis 100 mg für die Monotherapie (Bandbreite von 75 bis 500 mg) beziehungsweise 300 mg für eine Zusatztherapie (Bandbreite 25-700mg) betrug.

In diesen Studien beklagten nur halb so viel Lamotrigine- wie Carbamazepine-Patienten Nebenwirkungen wie Schläfrigkeit, Ausschlag, Kopfschmerzen, Schwindel und Koordinationsschwierigkeiten. Fünf Prozent der Lamotrigine-, aber knapp 20 Prozent der Carbamazepine-Patienten, entwickelten einen Ausschlag, der als der häufigste Grund für das Abbrechen der Behandlung angegeben wurde.

Glaxo Wellcome ist ein Unternehmen, das seine Hauptaufgabe in der Forschung sieht und dessen Mitarbeiter sich dafür einsetzen, Krankheiten durch die Entwicklung innovativer Medikamente und Dienstleistungen zu bekämpfen. Glaxo Wellcome bedient Patienten und Ärzte in der ganzen Welt.

Anmerkungen

(1) O'Neill F, Giorgi L, Lamotrigine and carbamazepine in adults & elderly patients with epilepsy. Poster-Präsentation auf der ECE 2000.

(2) Giorgi L. Lamictal tolerability in elderly patients with epilepsy. Poster-Präsentation auf der ECE 2000.

(3) De Toledo J. Gerontology 1999; 45: 329-35.

(4) Gareri P, et.al. Progress in Neurobiology 1999; 58: 389-407.

(5) Brodie M, et.al. Epilepsy Research 1999; 37: 81-87.

(6) Pellock J. Hospital Medicine 1999; August: 43-49.

ots Originaltext: Glaxo Wellcome
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