Wursterzeuger leiden unter Kostenflut

Preiserhöhungen zwischen 5 - 10 Prozent dringend notwendig

Wien (PWK874) - "Die österreichischen Wursthersteller sind in den letzten Monaten mit drastisch steigenden Kosten konfrontiert, die eine Preiserhöhung bei Würsten und Schinken zur Überlebensfrage machen", stellt Ernest Pollak vom Verband der Fleischwarenindustrie und Komm. Rat Franz Laus von der Bundesinnung der Fleischer fest. Kostentreibende Faktoren für diese Branche sind die Auswirkungen der Ölpreiskrise, die Personalkosten und die Rohstoffkosten, insbesondere bei Schweine- und Rindfleisch.

Die dramatisch gestiegenen Ölpreise haben zu einer wesentlichen Verteuerung der Transportkosten, aber auch der Preise für Verpackungsmaterialien geführt. Preissteigerungen in diesem Bereich von 30 - 50 % sind keine Seltenheit. Bei den Personalkosten schlagen eine rund 2 %ige Lohnerhöhung Mitte des Jahres und die Praxis der Handelsketten zu Buche, verstärkt teure Aufgaben dem Lieferanten zu übertragen wie z.B. eine zusätzliche Kennzeichnung der Produkte, bestimmte Verpackungsformen, und neue Aufschnittmethoden. Diese zusätzlichen Tätigkeiten erhöhen den Personalkostenanteil. Weitere kostentreibende Faktoren sind die Rohstoffpreise für Schweinefleisch, die im Vergleich zu 1999 um 20 % angestiegen sind und jene für Rindfleisch, die z.B. bei den Kühen eine Steigerung um 10 % aufweisen. Einzelne Teile haben seit Jahresbeginn Steigerungen bis 50 % erfahren.

"Dieses Paket an Kostenbelastungen treibt die Hersteller in die roten Zahlen. Die Handelsketten als Hauptabnehmer der österreichischen Wursthersteller müssen diese Fakten anerkennen, da sonst vielen Betrieben das wirtschaftliche Aus droht", resümiert Pollak. (MH)

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