Sacher: Erwin Pröll in Sachen Traiskirchen ausgesprochen landesfeindlich

Landeshauptmann betreffend Standortauswahl offensichtlich nicht informiert

St. Pölten, (SPI) - "Die jüngsten Stellungnahmen von LH Erwin Pröll und Innenminister Ernst Strasser in der Causa Sicherheitsakademie Traiskirchen in der Sendung ‚Niederösterreich Heute‘ waren wohl die schlechteste Werbung, welche ein Landeshauptmann und ein NÖ Landespolitiker jemals für ihr Bundesland über den Rundfunk verbreiten ließen. Da spricht ein ehemaliger ÖVP-Klubobmann im NÖ Landtag von der ‚schlechten Erreichbarkeit‘ einer Stadt direkt an der Südautobahn gelegen und von ‚stundenlangen Anfahrtszeiten der Lehrkräfte‘. Um die Verkehrsinfrastruktur in Niederösterreich muss es wirklich schlecht bestellt sein, wenn der Innenminister über die Wirtschaftlichkeiten von Wegzeiten einer Strecke von wenigen Kilometern zwischen Wien und Traiskirchen Bedenken hegt", kommentiert Niederösterreichs SP-Klubobmann LAbg. Ewald Sacher die Äußerungen Strasser.****

"Auch Landeshauptmann Erwin Pröll hat das seine dazu beigetragen, das Bild eines ‚privinzionellen Niederösterreich‘ zu nähren. So weiss er offensichtlich nicht Bescheid, dass mit der Standortwahl für die SIAK eine eigene Standortkommission der Bundesregierung befasst war und damit diese Entscheidung objektiv und sachlich getroffen wurde. Wenn dies in NÖ seitens der verantwortlichen ÖVP-Politiker auch immer so praktiziert werden würde, dann könnten wir uns glücklich schätzen", so Sacher weiter.

"Der größte Affront gegen unser Bundesland ist aber die Geringschätzigkeit, mit welcher Pröll und Strasser die Region und den Bezirk Baden betrachten. ‚Zu wenig Hotelkapazitäten und entsprechende Unterbringungsmöglichkeiten‘ der international bekannten Kurstadt Baden zuzuschreiben, darf zum Nachdenken anregen. Die ‚Anbindung der Region mit öffentlichen Verkehrsmitteln an die Bundeshauptstadt zu kritisieren‘, kann da zumindest als ein Eingeständnis des eigenen Versagens interpretiert werden. Für einen, der immer wieder gerne die ‚Top-Ten-Region‘ in den Mund nimmt, waren die jüngsten Statements und Einschätzungen ‚provinzionell‘, imageschädigend und zutiefst beleidigend - zumindest für Niederösterreicher, die auf ihr Heimatland stolz sind. Es kann nicht jeder in Döbling wohnen, damit er die ‚bestens situiert‘ ist", so Sacher.
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