Neue Wege in der Information älterer Menschen

"Beratung ums Eck" bietet unbürokratisch Information, Beratung und Unterstützung

Wien, (OTS) Neue Wege geht die Magistratsabteilung 47 -Betreuung zu Hause bei der Information älterer Menschen. Statt mit dem "Amtskappel" sollen ältere Menschen künftig direkt in ihrem Grätzel Antworten auf alle Fragen erhalten, die das Älterwerden mit sich bringt. Das erste solche Info-Zentrum mit der programmatischen Bezeichnung "Beratung am Eck" in der
Reindorfgasse 22/Ecke Herklotzgasse im 15. Bezirk wurde am
Mittwoch von Gesundheitsstadtrat Dr. Sepp Rieder eröffnet. Die "Beratung am Eck" ist nicht nur durch seine Situierung in einem Ladenlokal eine "niederschwellige" Beratungseinrichtung, sondern auch durch die direkte und unbürokratische Art und Weise, wie alte Menschen direkt in ihrem Grätzel zu notwendigen Informationen kommen. Organisatorisch ist die neu geschaffene Einrichtung eine Außenstelle des Gesundheits- und Sozialzentrums für den 14. Und 15. Bezirk in der Geibelgasse im 15. Bezirk. An der Eröffnung nahmen neben Stadtrat Dr. Rieder die Bezirksvorsteherin des 14. Bezirkes, Jutta Steier, der Bezirksvorsteher des 15. Bezirkes,
Ing. Rolf Huber, der 1. Vorsitzende des Wiener Gemeinderates
Rudolf Hundstorfer, die Vorsitzende des Gesundheitsausschusses Dr. Elisabeth Neck-Schaukowitsch sowie der Leiter der MA 47, Senatsrat Dr. Friedrich Leitner teil.

Die Angebote der "Beratung am Eck"

"Beratung am Eck" richtet sich an Bevölkerungsgruppen, die bereits einen Bedarf an Betreuung und Pflege aufweisen oder unmittelbar vor einer solchen Notwendigkeit stehen.

Zur Angebotspalette der "Beratung am Eck" zählen:

o Generelle Information, Beratung und Unterstützung

Termine: Mo, Di, Do, Fr, 9 bis 12 Uhr

Die SeniorenberaterInnen bieten Grundinformationen zu den Leistungen der Magistratsabteilung 47, den aktuellen Angeboten verschiedener regionaler Einrichtungen, sowie Beratung bezüglich Antragstellungen auf Pflegegeld, Gebührenbefreiungen und
Beihilfen.

Die allgemeine Beratungs- und Unterstützungstätigkeit beinhaltet neben der Ausgabe von Broschüren und Informationsmaterial und der Unterstützung bei der Durchführung von Antragstellungen auch persönliche Motivationsgespräche, Ermittlung von Ressourcen, Übernahme von bzw. Begleitung bei Amtswegen sowie Hilfe bei der Besorgung von Heilbehelfen, Hausbesuchen und Weiterleitung von Anfragen und Wünschen.

o Sozialarbeiterische Beratung

Termine: Mo, 9 bis 10.30 Uhr, Di, 15.30 bis 16.30 Uhr

Professionelle Beratung und Unterstützung hinsichtlich persönlicher, rechtlicher, finanzieller Fragen und Anliegen; Psychische Entlastung durch Klärung von Problemstellungen betreffend Wohnen, materielle Sicherung, soziales Umfeld, Beziehungen und Lebensqualität; Krisenintervention; Umfassende Information, Abklärung und Vermittlung an zuständige Einrichtungen; Bedarfserhebung und Dokumentation der Gesamtheit
der Problemstellungen mit regelmäßigen Rückmeldungen an das GSZ

o "Wie verbleibe ich länger in der eigenen Wohnung"

Hilfestellung zur Wohnungseinrichtung und Hilfsmittelberatung Termin: Mo, 10.30 bis 12 Uhr

Ziel der Ergotherapie ist die größtmögliche Verbesserung von Bewegungsfähigkeit und Körperwahrnehmung, von körperlicher Leistungsfähigkeit und Ausdauer sowie von Gedächtnis und Konzentration. Eingeschränkte oder verloren gegangene Funktionen und Bewegungsabläufe werden mittels ergotherapeutischer Behandlung geübt, ausgeglichen oder durch Hilfsmittel ersetzt.

Das inhaltliche Angebot umfasst Hilfsmittelberatung, Wohnungsadaptierung, Anleitungen und Hilfestellungen für den Alltag, Therapieberatung, sowie Hausbesuche zur konkreten
Umsetzung.

o Gesprächskreis für betreuende Angehörige

Termin: Jeden 1. und 3. Do im Monat, 16 bis 18 Uhr

Dieser Gesprächskreis soll in erster Linie der Überforderung pflegender Angehöriger in psychischer aber auch körperlicher Hinsicht entgegenwirken.

Diskutiert werden Alltagsprobleme, verschiedene Erfahrungen
und Lösungsansätze, wodurch vor allem das Gefühl der Isolation abgebaut werden soll.

Außerdem vermittelt die qualifizierte Leiterin des Gesprächskreises Grundinformationen über Pflege und angebotene Dienste, welche durch Fachvorträge bzw. die thematische Zusammenarbeit mit anderen Veranstaltungsangeboten im Lokal Reindorfgasse zusätzlich vertieft werden können.

o "Gesund und fit alt werden"

Gesundheitsvorsorge für ältere Menschen
Termin: Di, 10 bis 11 Uhr

Die Fachsprechstunde "Gesund und fit alt werden" bietet eine umfassende Beratung über Gesundheitsvorsorge und Prävention für ältere Menschen u. a. auf dem Gebiet der Ernährung und der gesundheitsfördernden Maßnahmen an. Außerdem sorgt eine monatliche Schwerpunktsetzung für ständige Aktualität und Anpassung an die Bedürfnisse der Klienten.

o Inkontinenzberatung

Termin: Di, 11 bis 12 Uhr

Die Inkontinenzberatung hat zum Ziel, eine professionelle und flächendeckende Versorgung der Betroffenen zur Steigerung von
deren Lebensqualität sowie die Senkung der Sekundärkosten unter Sicherung der Pflegequalität zu gewährleisten. Zudem soll eine Enttabuisierung des Themas Inkontinenz, eine Förderung der Kommunikation unter den Berufsgruppen sowie eine wirkungsvolle Prävention erreicht werden.

o "Pflegebedürftig - was nun?" Information und Beratung vor und

begleitend zur Antragstellung für eine Wohn- und Pflegeheimaufnahme
Termine: Jeden 2. und 4. Do im Monat, 16 bis 18 Uhr

Durch die regelmäßige, umfassende Beratung und Information über die Einrichtung des ambulanten, teilstationären sowie stationären Betreuungs- und Pflegebereiches soll bereits vor einer Pflegeheimaufnahme ein mit dem individuellen Bedarf von Pflegebedürftigem und Betreuungspersonen entsprechend abgestimmtes Angebot erarbeitet werden.

Durch diese zusätzliche regionale Beratung bietet sich die Möglichkeit, im GSZ 14/15 und mit den zugeordneten Krankenhäusern und Pflegeheimen eine klientengerechte Vorgangsweise für den Weg vor einer Pflegeheimaufnahme, sowie auch zwischen stationären Aufenthalten zu erstellen.

o Beratung für ältere Migranten und Migrantinnen

Termin: Mo, 13 bis 16 Uhr

Älteren Migranten und Migrantinnen soll die Möglichkeit geboten werden, sich bei muttersprachlichen Seniorenberaterinnen über bestehende Leistungs- und Betreuungsangeboten zu informieren, um diese auch rechtzeitig annehmen zu können.

Die Angebotspalette der zwei muttersprachlichen Seniorenberaterinnen umfasst telefonische und persönliche
Beratung, Hilfe beim Ausfüllen von Formularen, Auskünfte in Pensionsangelegenheiten, zu sozialen und finanziellen Fragestellungen, Orientierungshilfe über Zuständigkeit und Erreichbarkeit von Ämtern und Institutionen sowie im Bedarfsfall auch Hausbesuche und Begleitung bei Amtswegen.

o Offene Gesprächsrunde für ältere Menschen

Termin: Di, 13:30 bis 15:30 Uhr

Diese wöchentliche, offene Angebot mit den Schwerpunkten Biografiearbeit und Beratung in Fragen der Lebensgestaltung soll ältere Menschen dabei unterstützen und es ihnen ermögliche, "nach außen zu gehen" und mit anderen in Kontakt zu kommen.

Die Methode der Biografiearbeit führt einerseits zu einer aktiven Teilnahme aller Gruppenteilnehmer und knüpft andererseits an alltägliche Kompetenzen an, d.h. dass sich jeder auf Grund eigener Erfahrung einbringen kann. Im Vordergrund steht die ganz persönliche Lebenserfahrung.

Das Programm dieser Gesprächsrunde wird wesentlich durch die TeilnehmerInnen mitgestaltet und festgelegt.

o "Wie lebe ich mit meinen Erkrankungen? Wie verstehe ich meine

Diagnose?"
Termin: Jeden 1. Di im Monat, 14.30 bis 15.30 Uhr

Besonders ältere Menschen haben mit dem medizinischen Fachvokabular, in dem Diagnosen und Atteste gewöhnlich abgefasst sind, häufig große Schwierigkeiten. Diese Fachsprechstunde widmet sich daher einerseits der Erklärung der medizinischen Termini und deren Bedeutung, in weiterer Folge aber auch der Beratung im
Umgang mit der entsprechenden Erkrankung.

o Deutschkurs für MigrantInnen

Termin: Mo, Fr, 9 bis 12 Uhr

Der "Club Deutsch" hat es sich zum Ziel gemacht, eine bessere Integration der Migranten und Migrantinnen im höheren Alter auf Basis einer Verbesserung von deren Deutschkenntnissen zu
erreichen. In gemütlicher Atmosphäre werden verschiedenste Fragen und Themen auf dem Gebiet der Gesundheit, der Altersvorsorge sowie dem Umgang mit Behörden diskutiert und dabei gleichzeitig die Sprachkenntnisse erweitert und geübt. Auf diese Weise soll dem Phänomen, dass sich mit Herausfallen aus dem Berufsleben auch die Deutschkenntnisse wieder reduzieren, entgegengewirkt werden.

o Sprechstunde der Seniorenbeauftragten des 15. Bezirks

Termin: Jeden letzten Fr. im Monat, 9 bis 10 Uhr

Die Bezirksvertreter-Stellvertreterin und Seniorenbeauftragte des Bezirks Rudolfsheim-Fünfhaus steht in einer eigenen Sprechstunde den älteren Menschen der Region für ihre Anfragen zur Verfügung. (Schluss) nk

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