Im Diakonissenkrankenhaus Linz fand am 6. 10. 2000 erstmals in Europa eine neue Form der Operation des Grauen Stars (Cataract) statt.

Linz (OTS) - Bei der von Univ.-Doz. DI Dr. Albert Daxer durchgeführten Operation ist es möglich, ohne lokale Betäubung und ohne Vollnarkose "Problempatienten" etwa mit Blutverdünnung (Antikoagulantientherapie) z.B. nach Herzschrittmacherimplantation oder Herzklappenersatz ohne Absetzen der Blutverdünnung zu operieren.

Dies wird mittels modernster Kleinstschnitttechnik ohne Eröffnung gefäßführender Strukturen und einem speziellen Verfahren zur generellen Schmerzausschaltung (Analgesie) ohne Vollnarkose erreicht.

Bisher standen im Wesentlichen 3 Möglichkeiten zur Operation des Grauen Stars bei dieser, doch relativ großen Patientengruppe, mit verschiedenen Nachteilen offen:

1. Lokalanästhesie mittels Injektion eines Anästhetikums in die Augenhöhle nach Absetzen der Blutverdünnung. Nachteil: Relativ lange Vorbereitung durch Absetzen und Wiederaufnehmen der Antikoagulantientherapie - relativ langer Spitalsaufenthalt.

2. Vollnarkose. Nachteil: Narkoserisiko für alte und kranke Patienten.

3. Lokalanästhesie mittels Tropfanästhesie. Nachteil: Iris nicht anästhesiert, dadurch zum Teil schmerzhaft. Um diesen Schmerz auszuschalten ist es möglich während der Operation ein Lokalanästhetikum in die Augenvorderkammer zu geben. Dieses wirkt toxisch auf die Endothelzellen und kann daher bei älteren Patienten zu einer bleibenden Eintrübung der Hornhaut und damit zu einer stark beeinträchtigten Sehkraft führen.

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Univ.-Doz. DI Dr. Albert Daxer
Facharzt für Augenheilkunde und Optpmetrie
Lustenauerstr. 13, 4020 Linz
Tel.: 0732/775579

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