Achtung: Fasslabend attackiert Baukollektivvertrag

ÖGB Driemer verwehrt sich gegen die Verwendung des Wortes Missbrauch in Zusammenhang mit Kollektivverträgen

Wien (GBH/ÖGB). Als unakzeptabel bezeichnet Johann Driemer, der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz und ÖGB-Vizepräsident jüngste Meldungen, wonach der Obmann des ÖAAB einen neuen Kollektivvertrag für die Baubranche gefordert habe.++++

Wenn es auch positiv sei, dass nun auch Vertreter der Regierungsparteien erkennen, wie dramatisch die Auswirkungen der von der Blau-Schwarzen Bundesregierung geplanten Eingriffe in die Arbeitslosenversicherungen seien, so sei es - laut Driemer - doch nicht akzeptabel, wenn der Baukollektivvertrag in einem Atemzug mit der Bekämpfung von Missbräuchen genannt wird.

"Die Streichung des Arbeitslosengeldes für vier Wochen bei einvernehmlicher Lösung und bei befristeten Arbeitsverhältnissen dient lediglich der Geldbeschaffung und der Erhöhung des Drucks auf die ArbeitnehmerInnen", kritisiert Driemer. "Arbeitnehmer können hier schon rein faktisch gar keinen Missbrauch betreiben", so Driemer weiter. Wesentlicher wäre es, laut Driemer, endlich Maßnahmen gegen das organisierte Schwarzunternehmertum zu setzen und die Missbräuche im Bereich der Arbeitgeber aufzudecken.

"Wir brauchen keine Tipps, wie die Bauarbeiter und die Bauwirtschaft ihre Kollektivverträge gestalten", betont Driemer. Driemer abschließend: "Ich rate Herrn Fasslabend, sich einmal den Baukollektivvertrag durchzulesen, dann wird er sehen, dass gerade dieser Kollektivvertrag zahlreiche Möglichkeiten zur Flexibilisierung und Verlagerung der Arbeitszeit beinhaltet."

ÖGB, 11. Oktober 2000 Nr. 836

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