ÖGJ: Alle Jugendlichen müssen jetzt an einem Strang ziehen

Lehrlinge und Zivildiener ebenso wie Studenten betroffen

Wien (ÖGJ). "Die Jugendlichen dürfen sich nicht auseinander dividieren lassen", stellt Albert Maringer, Vorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), am heutigen Aktionstag der StudentInnen fest. "Mit ihrer Blindheit trifft diese Regierung alle Jugendlichen, egal ob Studenten, Zivildiener oder Lehrlinge. Nun gilt es gemeinsam gegen diese radikalen Maßnahmen vorzugehen."++++

Was Maringer besonders verärgert: "Das Schreien nach qualifizierten Fachkräften und Akademikern im IT-Bereich wird immer lauter und die Regierung scheinbar immer tauber. Kräftig mitschreien und gleichzeitig die Ausbildung in unserem Land ständig verschlechtern, da muss ja selbst der derzeitigen Bundesregierung bald ein Licht aufgehen, dass es so nicht gehen kann."

Dazu käme, so Maringer, dass zwei Drittel der StudentInnen neben ihrer Ausbildung arbeiten würden. Sie werden durch die Studiengebühren immens benachteiligt, nicht nur, dass sie nun noch mehr arbeiten müssten, um das nötige Geld aufzubringen: "Sie haben auch keine Chance das Studium in der Mindestzeit und somit auch am ,kostengünstigsten' zu absolvieren - sollte diese Möglichkeit überhaupt ein Student angesichts der derzeitigen katastrophalen Situation der Universitäten haben."

Maringer: "Diese Regierung betreibt eine Bildungspolitik, die direkt in eine Sackgasse führt. Jeder Jugendliche, der sich noch immer von den strahlenden Lächeln der Regierungsmitglieder in Zeitungen und auf Plakaten blenden lässt, ist herzlich eingeladen, sich die Realität morgen im Parlament anzuschauen. Bei der Sondersitzung werden die Masken fallen und das Grauen zum Vorschein kommen." (aw)

ÖGB, 11. Oktober 2000
Nr. 835

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