Rieder überreichte Ehrenzeichen

Wien, (OTS) Dienstag überreichte Gesundheitsstadtrat Dr. Sepp Rieder ein Ernennungsdekret zum Obermedizinialrat sowie drei Ehrenzeichen der Stadt Wien. Mit dem Berufstitel Obermedizinalrat wurde Dr. Mohammed Kayali ausgezeichnet, der Ärztliche Direktor
des Otto Wagner-Spitals, Univ.Prof. Dr. Eberhard Gabriel, erhielt das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien, OAR i.R. Bernd Payer das Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien und Oberin i.R. Lieselotte Abraham das Goldene
Verdienstzeichen des Landes Wien.****

Prof. Gabriel ist seit 1978 Ärztlicher Direktor der Psychiatrischen Krankenhauses Baumgartner Höhe, heute Otto Wagner-Spital, und seit 1985 auch Ärztlicher Leiter des Förderpflegeheimes Baumgartner Höhe. Gabriel wurde 1939 geboren, promovierte 1964 und beendete 1971 seine Ausbildung zum Facharzt für Psychiatrie und Neurologie. Bereits seit 1967 war er an der Psychiatrisch-Neurologischen Universitätsklinik unter Prof. Hoff tätig, 1972 wurde Gabriel vom Vorstand der Psychiatrischen Universitätsklinik Prof. Berner mit der Leitung der
Frauenabteilung betraut. 1978 wurde Gabriel Universitätsdozent, 1987 a.o. Universitätsprofessor. Besondere Verdienste erwarb sich der Psychiater auch bei der Umsetzung der Wiener Psychiatriereform im Psychiatrischen Krankenhaus Baumgartner Höhe, das als eine der ersten Institutionen die mit der Reform verbundenen Veränderungen konsequent umsetzte.

Maßgeblich beteiligt ist Prof. Gabriel an der Aufarbeitung
der Rolle der Psychiatrie im Nationalsozialismus. Konsequent setzt er sich beispielsweise persönlich dafür ein, dass das Gedenken an die Opfer der seinerzeitigen Städtischen Nervenklinik "Am Spiegelgrund" wach gehalten wird. Vor allem dem Engagement
Gabriels ist auch der große Erfolg der von Stadtrat Rieder initiierten Symposien "Zur Geschichte der NS-Euthanasie in Wien"
zu verdanken, die im Jänner 1998 und Mai 2000 stattfanden.

OMR Dr. Kayali ist niedergelassener Arzt im 10. Bezirk. Er wurde 1937 in Syrien geboren, kam 1957 nach Wien und promovierte 1969. Seine Turnusausbildung beendete Kayali 1976, gleichzeitig beendete er auch die Ausbildung zum Facharzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin. Dr. Kayali führt eine der größten Ordinationen Wiens und ist darüber hinaus Bezirksärztevertreter im 10. Bezirk. Seit 1989 ist er überdies Kammerrat und Vollversammlungsmitglied der Ärztekammer für Wien. Seit Mai 1999 ist er im Vorstand der Ärztekammer und Mitglied der Bundeskurie
der niedergelassenen Ärzte sowie Obmann-Stellvertreter der Kurie der niedergelassenen Ärzte für Wien. In dieser Funktion führte er im Vorjahr die Honorarverhandlungen für die Wiener praktischen Ärzte und konnte eines der besten Ergebnisse der letzten 25 Jahre erzielen.

OAR i.R. Payer wurde 1939 in Wien geboren. Nach seiner Matura am Akademischen Gymnasium Beethovenplatz absolvierte er den Präsenzdient und arbeitete danach bei der Österreichischen Post-und Telegraphenverwaltung. 1974 trat er in den Dienst der Stadt Wien, zuerst im Magistratischen Bezirksamt für den 9. Bezirk, kurz darauf wechselte er in die damalige MA 17-Anstaltenamt, wo er dem Referat Ärzte, Apotheker, Psychologen, Physiker und Chemiker zugewiesen wurde. 1985 übernahm er die Leitung des Referates für Personalangelegenheiten. 1994 wurde er stellvertretender Leiter
des Referates Personalangelegenheiten des neu gegründeten Wiener Krankenanstaltenverbundes. Im gleichen Jahr übernahm er als Projektleiter die Personalangelegenheiten des Mautner
Markhof´schen Kinderspital und der Poliklinik und war Leiter der Projektleitstelle sowie Mitglied der Kommission über zu treffende Personalmaßnahmen in der Causa Teleges. Bernd Payer zählte zu den erfahrensten Mitarbeitern des Verwaltungsdienstes im Wiener Krankenanstaltenverbund. OAR Payer befindet sich seit 1999 im Ruhestand.

Oberin iR Lieselotte ABRAHAM wurde 1944 in Klagenfurt
geboren, absolvierte dort eine Kaufmannslehre, bewarb sich später aber um Aufnahme in die Krankenpflegeschule am Wilhelminenspital. Die dortige Ausbildung schloss sie 1965 ab, danach arbeitete sie
an der Chirurgischen und Internen Abteilung des
Wilhelminenspitals. Nach einer kurzen Tätigkeit im Krankenhaus Wiener Neustadt trat Abraham 1967 in das Unfallkrankenhaus
Meidling ein. 1977 erfolgte die Ernennung zur Oberin im Rehabilitationszentrum Meidling, von 1980 bis 1981 absolvierte sie die Oberinnenausbidlung in Mödling. Ab Juli 1981 wurden das Unfallkrankenhaus und das Rehabilitationszentrum zusammengelegt
und Oberin Abraham wurde Pflegedienstleiterin beider Häuser.
Oberin Abraham war maßgeblich an der Weiterentwicklung der Pflegestandards und an der Hebung des Stellenwertes der Pflege im allgemeinen beteiligt. Ein besonderes Anliegen war ihr die Einführung einer Kollegialen Führung im Unfallkrankenhaus und Rehabilitationszentrum. Lieselotte Abraham trat 1999 in den Ruhestand und lebt seither großteils in Kärnten. (Schluss) nk

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