Slacik: Regierung soll Jugendliche nicht im Regen stehen lassen

ÖGJ warnt, dass über 300 NÖ-Jugendliche keine Lehrstelle finden

Wien (ÖGJ-NÖ) Der Vorsitzende der ÖGJ-NÖ, Patrick Slacik, ermahnte heute, Dienstag, die Bundesregierung, nicht tausende Jugendliche österreichweit im Regen stehen zu lassen. "Die von der Wirtschaft zur Verfügung gestellten Lehrplätze reichen bei weitem nicht aus um allen Schulabgängern eine gesicherte Zukunft zu ermöglichen. Allein in Niederösterreich haben mehr als 300 Jugendliche zur Zeit keine Chance, einen Lehrplatz zu bekommen”; warnte Slacik, der gleichzeitig darauf verwies, dass sich diese Situation in absehbarer Zeit noch verschärfen wird: Durch die Streichung der Lehrlingsstiftungen und das vorübergehende "parken” von ca. 400 Jugendlichen in Lehrgängen wird es in zehn Monaten - denn so lange sind diese Maßnahmen wirksam - wieder zu massiven Problemen im Bereich der Jugendarbeitslosigkeit in Niederösterreich kommen.

Auch in den anderen Bundesländern existiert dieses Problem, erinnerte der Landesvorsitzende der ÖGJ-NÖ weiters. ”Die von Präsident Leitl so hoch gelobte Vorlehre, die letztendlich nicht nur zu Lasten der betroffenen Jugendlichen geht, sondern auch das Ansehen der österreichischen Berufsausbildung gefährdet, ist nun wirklich das ungeeignetste Mittel, Jugendliche in den Arbeitsprozess einzubinden”, so Slacik. Durch die Schaffung der gesetzlichen Grundlagen dieses "widerlichen Beschäftigungsverhältnisses” drängt sich der ÖGJ-NÖ der Verdacht auf, dass "die jetzige Bundesregierung und die Wirtschaftskammer in punkto Ausbeutung jugendlicher ArbeitnehmerInnen gemeinsame Sache machen und so mit kurzsichtigen Maßnahmen die qualitativ hochwertige Lehrlingsausbildung in Österreich nachhaltig schädigen”, schloß der ÖGJ-NÖ-Vorsitzende. (aw)

ÖGB, 10. Oktober 2000
Nr. 832

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