Blindheit anders sehen

Wien (OTS) - Blindheit anders sehen -
Österreichs drei große Blinden-Hilfsorganisationen erstmals Hand in Hand

Zeit: MORGEN, Mi., 11. Oktober 2000, 17.30 Uhr
Ort: BBI Bundes-Blindenerziehungsinst., Wittelsbachstr. 5,
1020

Referenten: Klaus Guggenberger, Präsident des Österreichischen Blinden- und Sehbehindertenverbandes ÖBSV

Dir. Heinz Vogel, Vorsitzender der Hilfsgemeinschaft der
Blinden und Sehschwachen Österreichs

Dr. Gerhard Schuhmann, Oberarzt an der Universitäts-
Augenklinik Graz und CBM-Vorstandsmitglied

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

weltweit sind rund 180 Millionen Menschen hochgradig sehbehindert, mehr als 45 Millionen sind völlig erblindet. Neunzig Prozent von ihnen leben in den Armuts- und Hungergebieten unserer Welt. Auch weiterhin verlieren allein in der so genannten "Dritten Welt" mehr als eine halbe Million Kinder jährlich (!) aufgrund von Vitamin A-Mangel, der durch mangelhafte Ernährung entsteht, ihr Augenlicht. Ist das einmal geschehen, sinkt die Lebenserwartung dramatisch, d. h. dass innerhalb von zwei Jahren nach Erblindung zwei Drittel aller betroffenen Kinder sterben. Der engagierte Augenarzt Gerhard Schuhmann von der Christoffel-Blindenmission CBM weiß nicht allein von zahllosen Auslandseinsätzen, wovon er spricht, wenn er am 11. Oktober des Jahres ausführen wird, warum und vor allem wie weltweit in acht von zehn Fällen eine Erblindung verhindert werden kann.

In Österreich selbst stehen Blinde und Sehbehinderte ebenfalls vor sehr großen Problemen. Heinz Vogel, geschäftsführender Vorsitzender der Hilfsgemeinschaft, setzt sich mit seiner Organisation österreichweit auf sozialer und politischer Ebene für eine Gleichstellung von Blinden und Sehbehinderten mit nicht behinderten Menschen ein. Der ÖBSV mit Präsident Klaus Guggenberger wiederum trägt mit seiner Arbeit - neben landesweiter Aufklärung und Beratung - dafür Sorge, dass die für behinderte Menschen nach wie vor mehr als unbefriedigende österreichische Rechtssituation aufgehoben wird, und endlich alle gesetzlichen Maßnahmen ergriffen werden, die es blinden und sehbehinderten Menschen ermöglichen, unabhängig vom Alter und der Ursache ihrer Erblindung ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Ziel ist es also, dass nicht mehr die Ursache einer Erblindung, sondern die Bedürfnisse der betroffenen Menschen als Maßstab für sämtliche Rehabilitations-Leistungen in Österreich gesehen werden.

An die Referenten anschließend wird Erich Schmid, blinder EDV-Trainer des BBI, eine kurze Präsen-tation seiner Mitschrift geben, dann folgt ein Mobilitätstrainings-Ausschnitt durch eine weitere Trainerin des BBI, und abschließend problematisiert Gerhard Bruckner von der Hilfsgemeinschaft Barrieren im Alltag. Wir freuen uns anlässlich unseres ersten gemeinsamen Auftretens zum World Sight Day 2000 bereits sehr auf ihr Kommen und sorgen auch - last but not least - für die Bereitstellung eines Buffets.

Weitere Informationen:

CBM, Mag. Rupert Roniger, Tel.: 01 - 810 13 00 - 12

ÖBSV, Klaus Guggenberger,
Tel.: 01 - 982 75 84 bzw. 0676 - 620 19 72

Hilfsgemeinschaft, Dr. Silvia Lausmann,
Tel.: 01 - 330 35 45 / 81
bzw. 0664 - 796 37 79

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