Schöggl: Großforschungsprojekt "Austron" kein Wahlkampfthema.

Sicherheits- und Entsorgungsfragen wegen entstehender Radioaktivität klären; Steirische Landesforschungsgelder für steirische Projekte einsetzen.

Wien, 2000-10-10 (fpd) - Aufgestachelt durch die letzte Phase des steirischen Landtagswahlkampfes übertreffen sich die Länder Steiermark und Niederösterreich mit Förderungszusagen in "schwindelnden Höhen" für das Projekt Austron, meinte heute der freiheitliche Forschungs- und Technologiesprecher DI Leopold Schöggl. "Man hat den Eindruck, daß das Geld bei der Realisierung des Großforschungsprojektes "Austron" plötzlich keine Rolle spielt", so Schöggl.

Der steirische Abgeordnete sprach im Zusammenhang des Projektes von wesentlich ungelösten Fragen, wie:

den Fragen der Standortgenehmigung und Sicherheit. Bei der Neutronenforschung entstehen erhebliche Mengen von Radioaktivität und strahlendem Material, so daß Sicherheitsvorkehrungen und Entsorgungsfragen zu lösen sind.

2)den Fragen nach den Gesamtinvestitionskosten und laufenden Betriebsausgaben

Der Forschungs- und Technologiesprecher wiederholte seinen Standpunkt, die laufenden Betriebskosten nicht über das Forschungsbudget aufbringen zu wollen, da sonst die Gefahr besteht, daß wichtige Technologie- und Impulsprogramme, wie z.B. Kplus-Zentren, finanziell ausgehungert werden.

Schon wegen der Sicherheitsfragen eignet sich das Projekt "Austron" nicht als Wahlkampfgag, sondern muß seriös diskutiert werden. "Paierl und Klasnic müssen sich vorher überlegen, ob ein Projekt dieser Art als Wahlkampfthema geeignet ist, und sich fragen, ob man sich damit profilieren kann oder soll", sagte Schöggl.

"Ich bin mir nicht sicher, ob sich die Steirer ohne jede Diskussion eine derartige Anlage "aufs Aug" drücken lassen wollen", schloß Schöggl.(Schluß)

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