Seitner zu Strasser: Wo bleibt Sonderquote für Familienzusammenführung

WIF - Chef fordert erneut Herausnahme der Familienzusammenführung aus Zuwandererquote

Wien (OTS) - Der Geschäftsführer des Wiener Integrationsfonds Hannes Seitner forderte heute Dienstag angesichts der vorliegenden Zuwandererquote für 2001 neuerlich die Herausnahme der Familienzusammenführung als eine der wichtigsten Integrationsmaßnahmen. Seitner kritisierte in diesem Zusammenhang auch Innenminister Strasser, der mehrmals eine Sonderquote für die Familienzusammenführung zum Abbau des "Rucksacks" an Familienzusammenführungsanträgen angekündigt habe. Die definitive Festlegung einer solchen Sonderquote sei Strasser, so der WIF - Chef, bis dato allerdings schuldig geblieben, obwohl der Abbau dieses Rückstaus den drei Weisen in Aussicht gestellt wurde. Offensichtlich stehe der Innenminister in dieser Frage aber unter massivem Druck des Koalitionspartners FPÖ, betonte Seitner.

Seitner: WIFO Vorschlag nach Amnestie für schulpflichtige Kinder von MigrantInnen zu begrüßen

Seine neuerlich Forderung nach Herausnahme der Familienzusammenführung aus der Zuwandererquote begründete Seitner mit einem entsprechenden schon im vergangenen Jahr von EU Kommissar Antonio VITTORINO erarbeitet Richtlinienentwurf. Demnach erwerben Angehörige von Drittstaaten, die mindestens ein Jahr lang in einem EU Land gearbeitet oder studiert haben, das Recht auf Familienzusammenführung. Untermauert werde die Notwendigkeit einer schnelleren Familienzusammenführung insbesondere bei minderjährigen Kindern und Ehegatten jetzt aber auch vom Wirtschaftsforschungsinstitut(WIFO), erklärte der Fonds-Geschäftsführer. Seitner befürwortete daher auch den Vorschlag von WIFO Migrationsexpertin Gudrun BIFFL, zur rechtzeitigen Sicherung von ausreichenden Arbeitskräften eine Amnestie für jene schulpflichtigen Kinder zu erlassen, die von ihren legal hier lebenden Eltern nach Österreich gebracht wurden.

Seitner übte außerdem Kritik an der Erhöhung der Saisonarbeitskräfte in der Quote für 2001. Der Fonds Chef dazu abschließend:" Das Saisoniermodell ist zutiefst unsozial und führt nur zur Ausbeutung am Arbeitsmarkt. Vielmehr soll jeder/e hier legal lebende Migrant/in auch legal arbeiten dürfen. Der diesbezüglich Erlass des Wirtschafs- und Arbeitsministers Bartenstein hat zwar wichtige Teilerfolge gebracht, ist aber noch zu wenig weitreichend. Scheinbar hat sich auch in dieser Frage der Innenminister entgegen seiner ursprünglichen Aussagen nicht durchgesetzt."(schluss/gph)

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