VAN DER BELLEN:TEMELIN-TSCHECHIEN: EU-BEITRITT UNWAHRSCHEINLICH Grüne: Schwere Versäumnisse der Regierungen Klima und Schüssel tragen Verantwortung für Temelin-Aktivierung

Wien (OTS) "Die Aktivierung von Temelin ist ein verantwortungsloser Akt, der eine Belastung für viele Generationen und für die nachbarschaftlichen Beziehungen in Mitteleuropa darstellt.
Der Weg zurück hat sich durch diesen Schritt um ein vielfaches erschwert. Die Regierung Zeman kann gar nicht die Verantwortung über dieses Damakloschwert übernehmen, das nun für mindestens zwei Generationen eine latente radioaktive Bedrohung bedeutet.
Gestern um 21 Uhr hat Tschechien seine Chancen als EU-Erweiterungskandidat selbst reduziert, denn ein EU-Beitritt Tschechiens erscheint nun angesichts dieses unverantwortlichen und unfreundlichen Aktes aus heutiger Sicht unwahrscheinlich. Wer in ein gemeinsames Haus eintreten will, kann nicht vorher die Türe von aussen zumauern", erklärt der Bundessprecher der Grünen, Prof. Alexander Van der Bellen.

"Die Inbetriebnahme von Temelin stellt gleichzeitig auch das schwere Versagen der Anti-Atom-Politik der Regierungen Klima und Schüssel dar. Bis heute wurde Tschechien keine echten Alternativen mit Finanzierungsplan angeboten. In allen Fällen, sowohl bei Mohovce, bei Krsko, Bohunice als auch Temelin reagierten die Bundesregierungen gar nicht, zu spät oder halbherzig. Die Aussage von Zeman trifft zu, wonach der Protest Österreichs nach der Inbetriebnahme von Mohovce verstummt und im Sand verlaufen ist. Die Signale aus Wien waren immer eine Politik des Augenzwinkers: protestieren ohne Konsequenzen. Es ist zugleich bedauerlich, dass es SP-Chef Gusenbauer offensichtlich nicht gelungen ist, seinen Parteifreund Ministerpräsident Zeman von einem Verzicht zu überzeugen", erklärt Van der Bellen.

Als nächsten Schritt fordert Van der Bellen nun die Verhinderung des kommerziellen Vollbetriebs, indem "Österreich in der EU endlich Verbündete sucht und Klartext redet und gleichzeitig einen Stromimportstopp aus Tschechien verhängt. Dies wird nun zur Nagelprobe für die Regierung Schüssel", schließt Bundessprecher Van der Bellen.

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