Räumungsalarm an Österreichs AHS am 11. Oktober 2000

AHS-Lehrer fürchten um Erhaltung des Bildungsstandards

Wien (OTS) - Dass die Gewerkschaft der AHS-Lehrer den Gehaltsabschluss im Öffentlichen Dienst als völlig unzureichend ablehnt, ist verständlich, wird doch AHS-Lehrern als Akademikern nicht einmal die Inflation abgegolten.

Viel größer ist der Unmut jedoch darüber, dass trotz des enttäuschenden Gehaltsabschlusses unter dem kryptischen Titel "Strukturmaßnahmen" Verschlechterungen für den gesamten Schulbereich, aber auch für andere Bereiche des Öffentlichen Dienstes geplant sind. Von Lehrpflichterhöhung ist dort ebenso die Rede wie von einer Erhöhung der Klassenschülerzahlen. Diese Maßnahmen würden nicht nur pädagogische Erschwernisse sondern Arbeitslosigkeit für eine Unzahl junger Lehrerinnen und Lehrer bedeuten. Auch andere ventilierte Maßnahmen würden zu deutlichen finanziellen Einbußen für die gesamte Lehrerschaft führen.

Unter derartigen Rahmenbedingungen, die signalisieren, dass dem Staat an einer ausreichenden Dotierung der Bildungseinrichtungen für unsere Jugend offenbar wenig gelegen ist, wird es kaum möglich sein, den derzeitigen Bildungsstandard zu erhalten; es muss im Gegenteil mit einem Rückschritt gerechnet werden. Die Höhere Schule scheint tatsächlich "abgeräumt" zu werden.

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