LAND UND LEUTE Samstag, 14. Oktober 2000, 16.25 Uhr, ORF 2

Wiederholung: Donnerstag, 19. Okt. 2000, 12.30 Uhr, ORF2 ORF-LANDESSTUDIO NIEDERÖSTERREICH

St. Pölten (OTS) - Neue Heimat für die Kiwi

Bekannt und beliebt ist die exotische Frucht mit der pelzigen Schale aus Neuseeland bei uns schon seit längerem. Wer hätte sich gedacht, dass die grüne Vitaminbombe auch in Österreich heimisch wurde - genauer gesagt im Weinviertel. Johannes Hummel setzte eine spezielle Kreuzung der Universität München und erntet nun in Loosdorf Kiwis aus heimischer Zucht: sie sind kleiner als ihre Verwandten aus Übersee, haben jedoch entscheidende Vorteile: ihre Schale ist glatt und kann deshalb mitgegessen werden; und da kein langer Transportweg vor den Kiwis liegt, werden sie vollreif gepflückt und sind deshalb fruchtig und süß. Die Konsumenten schätzen diese Qualität; bis nach Wien werden die köstlichen Beeren in Kirschgröße und die daraus bereiteten Marmeladen und Liköre verkauft. Auch aus landwirtschaftlicher Sicht ist die kleine Kiwi sehr attraktiv: sie kommt ohne chemischen Pflanzenschutz aus und ist deshalb auch für Biobetriebe gut geeignet.

Schulmilch direkt vom Bauernhof

Es klingt wie in der "guten alten Zeit": Schulmilch, die geradewegs vom nahegelegenen Bauernhof angeliefert wird, um den Durst der eifrig Lernenden zu stillen. Aber es stimmt tatsächlich. Den Großmolkereien war die Belieferung der Schulen zu wenig ertragreich. Also taten sich Biobauern aus dem Raum Braunau zusammen, um Verarbeitung und Vertrieb der Schulmilch in die eigenen Hände zu nehmen. Mit finanzieller Unterstützung durch die EU wurden mittlerweile fünf kleine Milchverarbeitungsstätten errichtet; werden Schulen, Kindergärten und andere soziale Einrichtungen. Von diesem erfolgreichen Projekt profitieren alle: die Bauern erzielen einen höheren Milchpreis als beim Verkauf an die Molkerei und die Kinder stärken sich mit frischer Schulmilch, Kakao und Fruchtjoghurt direkt aus der Region.

Naturnaher Gewässerverbau in der Steiermark

Hochwasserschutz ist wichtig und notwendig; lange Zeit wurden zwar technische und bauliche Maßnahmen mit größtmöglicher Wirkung gesetzt, gleichzeitig ging dabei aber viel natürlicher Lebensraum für Tiere und Pflanzen entlang von Flüssen und Bächen verloren. Inzwischen herrscht aber bei den Planern ein Umdenken, man versucht verstärkt ökologische Räume zu bewahren und in die Hochwasserschutzgebiete einzubeziehen. Das beweist eindrucksvoll der Gewässerverbau der Mürz im Stadtgebiet von Karpfenberg. Auf einer Länge von eineinhalb Kilometer wurde ökologisch orientierter Hochwasserschutz umgesetzt:
ein neuer Seitenarm entlastet den Hauptstrom der Mürz, dadurch werden Wohn- und Gewerbegebiete wirksam geschützt, gleichzeitig bieten die neuen Feuchtbiotope neuen Lebensraum für Flora und Fauna entlang des Flusses. So hat sich etwa der Eisvogel wieder angesiedelt. Und die Stadtbewohner von Karpfenberg freuen sich über das Erholungsgebiet direkt vor der Haustür.

"Paznauner Schaf'l"

Martin Sieberer, Koch des Jahres 2000, beheimatet in Ischgl bereitet ein modernes Tiroler Schmankerl zu - köstliches Lammfleisch in pikantem Sauerrahmteig gebacken mit Paprikapüree. Worauf der Meisterkoch besonderen Wert legt: hauptsächlich solche Zutaten zu verwenden, die auch direkt von den Bauern aus der Region kommen.

Moderation: Heilwig Pfanzelter

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