Stoisits: 10. Oktober entmythologisieren und nicht Volksgruppe instrumentalisieren

Zweisprachigkeit als Zukunftspotential nützen

Wien (OTS) Einen dringenden Appell, "den 10. Oktober nicht schon wieder politisch zu mißbrauchen", richtet die Minderheitensprecherin und Abgeordnete der Grünen, Terezija STOISITS, anläßlich der Gedenkveranstaltungen zum 10. Oktober an alle deutsch- und slowenischsprachigen Kärntnerinnen und Kärntner.

"Es sollte heute schon längst eine Selbstverständlichkeit sein, daß die einsprachige Mehrheit die zweisprachigen Volksgruppenangehörigen nicht ständig ausgrenzt. Dem völlig entgegen läuft die gegenwärtige Politik in Kärnten wie das jüngste Beispiel der Direktorenbestellung an zweisprachigen Schulen ohne das Qualifikationserfordernis der Zweisprachigkeit zeigt", so STOISITS.

"Heute ist nicht mehr Abgrenzung und ständige Abwehrmythologie gefragt, sondern modernes, weltoffenes Denken, gemeinsames Planen und Handeln mit den Nachbarn und ein grundsätzliches mehrsprachiges und interkulturelles Zukunftskonzept", verlangt die Stoisits. Alleine mit "verkrampftem deutschnationalem Heimatbewußtsein", und dem Blick in die Vergangenheit werde Kärnten in einem zukünftigen Europa wohl nur hinten nachlaufen.

Kärnten habe als zweisprachiges Land ein bedeutendes sprachliches, kulturelles, aber auch wirtschaftliches Potential, das nicht unterschätzt werden darf, so STOISITS. Der Erhalt dieser historischen Chance und die Förderung der slowenischen Volksgruppe, die dem Land diese Vorteile bringt, sollte daher eine Selbstverständlichkeit sein. "Letztlich war es ja auch die zweisprachige Bevölkerung, die mit ihren Stimmen für Österreich die Volksabstimmung entschieden hat -auch aus diesem Grund sollten die Versprechungen, die der Volksgruppe damals gemacht wurden, eingehalten werden", appelliert die Grüne Abgeordnete.

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