Zukunftspartnerschaft Wien-Sarajevo

Erfahrungen für Stabilitätspakt-Projekte

Wien, (OTS) Die seit nunmehr 5 Jahren bestehende "Zukunftspartnerschaft Wien-Sarajevo" hat für die Stadt Wien wesentliche Erfahrungen gebracht, die für künftige Stabilitätspakt-Projekte in der Region von Nutzen sein können. Dieser Schluss lässt sich nach der Reise einer Wiener Delegation nach Sarajevo vom 5. Bis 8. Oktober ziehen.

Der Wiener Stadtschulratspräsident Dr.Kurt Scholz besuchte
im Rahmen dieser Reise die mittleren graphisch-technischen Schule
in Ilidza( einem Vorort von Sarajevo) die seit rund einem Jahr
eine Partnerschaft mit dem Wiener Bundesgymnasium 18 in der Währinger Klostergasse pflegt.

Anwesend waren dabei auch der Botschafter der Republik Österreich Gerhard Jandl, Prof. Dr. Safet Hailovic - Minister für Bildung, Wissenschaft und Information des Kantons Sarajevo, Frau Esma Hadzagic - Ministerin für Kultur und Sport des Kantons Sarajevo und Vertreter der 5. Grundschule Sokolovici.
Direktor Kemal Lagumdzija - begrüsste die Wiener Delegation, für die die SchülerInnen der Schule ein künstlerisches Programm vorbereitet hatten.

Wiens Stadtschulratspräsident Scholz erinnerte sich an seinen ersten Besuch vor 20 Jahren, verglich das heutige Sarajevo mit dem von damals. Er bekräftigte seine Unterstützung für die bestehenden Partnerschaften zwischen den Schulen in Wien und der bosnisch-herzegovinischen Hauptstadt und versprach "sich nun oft in
Sarajevo blicken zu lassen".

An einer Besprechung im Ministerium für Bildung,
Wissenschaft und Information (Kabinett des Ministers), an der auch Vertrerter der MD-EUF, des PID sowie des - Interkulturellen
Zentrums in Wien teilnahmen, wurde die Kooperation im Rahmen des Bildungswesens zwischen Wien uns Sarajevo erörtert, die nun intensiviert werden soll.

Minister Hailovic betonte, dass Bosnien und Herzegovina
bemüht ist, die Lehrpläne dem EU - Standard anzugleichen. Der Deutsch-Unterricht soll intensiviert und Deutsch soll als 2. Fremdsprache eingeführt werden.

Dr. Kurt Scholz stellte einige Kooperationsmöglichkeiten in Aussicht:

o Partnerschulen im Bereich der HTL,
o der Kaufmännischen Schulen (mit Übungsfirmen)
o der Modeschulen

der Fremdenverkehrs- Tourismusschulen EU-Projekte (CERNET)

Zudem sollt der Kontakt zwischen der Schulaufsicht Wien/ Sarajevo aufgebaut werden.

Dr. Scholz besuchte danach auch die Schule "Prva Gimnazija".

In einem Gespräch mit dem Hohen Repräsentanten Dr. Wolfgang Petritsch und Bildungs-Experten der OHR wurde vereinbart, dass bei allen Aktivitäten im Bildungswesen zwischen Wien und Bosnien Wert darauf gelegt wir, jeweils VertreterInnen aller drei ethnischen Gruppen in Bosnien und Herzegovina eingebunden werden.

Medienzentrum Sarajevo

Den zweiten Schwerpunkt des Sarajevo -Besuches bildete die Begutachtung des Hauses der Journalisten-Union BiH. Diese Haus der "österreichischen" Zeit Sarajevos soll sensibel erweitert werden. An die Stadt Wien war der Wunsch herangetragen worden, dafür eine Begutachtung abzugeben. Im Gespräch mit dem mitreisenden Experte der dafür zuständigen MA 19 entstand die Idee, einen Gestaltungs-Wettbewerb zusammen mit der Fakultät der Universität Sarajevo auszuschreiben, zu dem Wiener Experten und Architekturprofessoren eingeladen werden sollen. Das Medienzentrum hat sich um eine Stabilitätspakt-Projekt für die Einrichtung einer Kommunikations-und Ausbildungsstätte für JournalistInnen gesamten Region beworben und auch eine Zusage dafür bekommen.

Radio 1476 - Donaudialog. Präsentation im Rahmen eines TV-Filmfestivals

Im Rahmen des ersten TV-Filmfestivals in Sarajevo nach den Krieg war das ORF-Projekt Donaudialog (Radio 1476) , das mit Unterstützung des PID seit einigen Monaten ein multinationales und multilinguales Programm auf der Mittelwellenfrequenz 1476 KHz ausstrahlt, zu einer Präsentation eingeladen worden.
Die Beziehungen zu Radiostationen in Sarajevo waren bereits im Rahmen des INTERREG IIc-Projektes "CommunityRadio" aufgebaut
worden, an dem sich auch der PID beteiligt hatte.

Die Leiterin des Wiener Verbindungsbüros in Sarajevo, Berina Kulenovic, hatte das Programm dieser Delegation mitgestaltet und steht mit dem Verbindungsbüro - über den Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien sowie das COMPRESS-Büro in Wien als Kommunikationsstelle für all diese Projekte und InteressentInnen zur Verfügung. (Schluss) lf

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