Verkehrssicherheit wird gross geschrieben

Wien (OTS) - Unter dem Motto "Brems dich ein" veranstaltet das Kuratorium für Verkehrssicherheit vom 9. bis 13. Oktober die Verkehrssicherheitswoche 2000. Ziel der Verkehrssicherheitswoche des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) ist, auf verschiedene Themenbereiche der Verkehrssicherheit hinzuweisen. "Die schlechte Unfallbilanz für die bis jetzt vorliegenden Monate des Jahres 2000 zeigt, daß es notwendig ist, neben verstärkter Bewußtseinsbildung weitere Sicherheitsmaßnahmen zu setzten," so KfV-Direktor Dr. Othmar Thann. "Ein zukunftsweisendes und integratives Maßnahmenpaket muß geschnürt und umgesetzt werden. Nur eine vernünftige Mischung aus gesetzlichen Neuregelungen mit strikter Kontrolle in Kombination mit verkehrsorganisatorischen und straßenbaulichen Maßnahmen kann Unfälle reduzieren."

Von Jänner bis September 2000 gab es auf Österreichs Straßen nach vorläufigen Zahlen 737 Verkehrstote bei 666 Verkehrsunfällen mit tödlichem Ausgang - "nicht angepaßte Geschwindigkeit" führte zu 245 Unfällen. Im Vorjahr verunglückten 1079 Menschen tödlich - "nicht angepaßte Geschwindigkeit" war bei 363 Unfällen die Hauptunfallursache, dabei wurden 411 Personen getötet.

Jugendliche im Straßenverkehr am stärksten gefährdet -Mehrphasenausbildung kann helfen

Der Tod auf der Straße ist mit 45% die häufigste Todesursache bei Jugendlichen. In der Verkehrsunfallbilanz des Vorjahres war etwa jeder dritte Verletzte (in Zahlen: 16.669 von 54.967) und jedes vierte Todesopfer (in Zahlen: 268 von 1.079) im Alter zwischen 15 und 24 Jahren. "Die größte Chance zur Unfallprävention bei jungen Fahrern haben gesetzliche Maßnahmen, die direkt bei der Ausbildung ansetzen," so Dr. Othmar Thann. "Das KfV fordert, die bestehende Fahrerausbildung auf eine Ausbildung in mehreren Phasen zu erweitern." Nach bestandener Fahrerausbildung der Führerscheinneulinge wird ein Fahrsicherheitstraining, eine verkehrspsychologische Weiterbildung und zwei Testfahrten im Straßenverkehr absolviert. Ein erster Schritt in diese Richtung ist die Aktion "Road Expert". Probeführerscheinbesitzer absolvieren - auf freiwilliger Basis - einen Tag lang ein Fahrsicherheitstraining.

Verkehrssicherheitswoche 2000

Bei der Aktion "Vorrang für Zebras" werden 16 schutzweg-gesicherte Kreuzungen, wo sich besonders viele Unfälle ereignen, von "Zebras" gesichert. "Weiße Engel" findet man an stark frequentierten Kreuzungen, an denen mittels Flugzettel aktuelle Themen wie die Verwendung von Kindersitzen den Verkehrsteilnehmern in Erinnerung gerufen wird. Die Geschwindigkeits-Demonstration "Brems dich ein" zeigt, daß ein Fahrer bei Tempo 30 rechtzeitig vor dem Fußgänger abbremsen kann, während der Fußgänger bei einer Fahrtgeschwindigkeit von 40 km/h aufgrund des längeren Bremsweges bereits verletzt worden wäre. Bei Mobilen Tempoanzeigen wird die gefahrene Geschwindigkeit auf einer Anzeigetafel erfaßt und ist für alle deutlich sichtbar.

Montag, 9. Oktober von 7.00-9.00 und 11.00-13.00 Uhr
Mobile Tempoanzeige, Vorrang für Zebras, Weiße Engel, "Brems dich ein"
Dienstag, 10. Oktober
Enquete mit Pressekonferenz "Beschleunigung ohne Grenzen" Konflikte, Konzepte, Visionen?, IBM-Forum, Lassallestraße 1, 1020 Wien, 9.00-13.00 Uhr
Vorrang für Zebras, Weiße Engel, "Brems dich ein"
Mittwoch, 11. Oktober
Enquete in Salzburg "Radverkehr fördern und sichern", Brunauerzentrum Salzburg, Elisabethstraße 45a, 9.00-17.00 Uhr Aktion "Brems dich ein"
Donnerstag, 12. Oktober
Preisverleihung: Verkehrssicherheitspreise und Raststättenpreise "Goldenes R", Ana Grand Hotel, Kärntner Ring 9, 1010 Wien, 14.00-16.00 Uhr Vorrang für Zebras, Weiße Engel, "Brems dich ein" Freitag, 13. Oktober von 7.00-9.00 und 11.00-13.00 Uhr
Mobile Tempoanzeige, Vorrang für Zebras, Weiße Engel, "Brems dich ein"

Die Unfallbilanz der Vorwoche: 13 Tote bei 13 Unfällen

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche verloren 9 PKW-Lenker, 1 Moped-Lenker, 2 Fußgänger und 1 Traktor-Lenker ihr Leben. Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mußten nicht angepaßte Fahrgeschwindigkeit (6), Vorrangverletzung (1), Überholen (2), technischer Defekt (1) und Sonstige festgestellt werden. Bei 2 Verkehrsunfällen konnte die Ursache bisher nicht ermittelt werden. 2 der 13 Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang waren sogenannte "Alleinunfälle". 1 tödlich verletzter Fahrzeuginsasse war nicht angegurtet.

Vom 1. Jänner bis zum 8. Oktober dieses Jahres gab es damit auf dem österreichischen Straßennetz vorläufig 754 Verkehrstote, (30-Tages-Fristabgrenzung bis Ende Juni berücksichtigt), im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 852 Menschen tödlich.

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