Mehr Frauen in Führungspositionen mit Tandem

EU-Projekt mit Unterstützung von Frau in der Wirtschaft der Wirtschaftskammer Österreich

Wien (PWK864) - Ziel vom EU-Projekt Tandem war es, Frauen mittel-und langfristig vermehrt das Tor zu Führungspositionen im Handwerk und kleinen und mittleren Unternehmen zu öffnen. "Frau in der Wirtschaft" der Wirtschaftskammer Österreich hat das Projekt "Tandem für Europa II" als österreichische Partnerorganisation unterstützt.

Da das Handwerk und kleine und mittlere Unternehmen nahezu in allen Branchen durch männliche Führung geprägt sind, haben es Frauen auch nach ihrer erfolgeichen Ausbildungszeit schwer, in einem Unternehmen Fuß zu fassen. Trotz besserer Zeugnisse der Frauen entscheiden sich die meisten Betriebsinhaber für die Einstellung männlicher Mitarbeiter.

Neuere demographische Untersuchungen zeigen eindeutig, dass der Anteil weiblicher Beschäftigte im Handwerk und in den KMUs in Zukunft deutlich steigen wird. Dies bedeutet, dass sowohl die Sicherung des Betriebs- und Beschäftigtenstandes als auch die Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme unter anderem davon abhängen, wie schnell und flexibel sich dieser Wirtschaftszweig dem Frauen öffnet und ihnen auch Führungspositionen anbietet.

Eine Studie im Großunternehmen und der Industrie hat eindeutig belegt, dass es positive Synergieeffekte gibt, wenn Frauen und Männer gemeinsam Führungsaufgaben übernehmen und im Team führen. Allerdings kommen Synergieeffekte erst dann zum Tragen, wenn sich Frauen und Männer über die jeweils unterschiedlichen Wahrnehmungen, Reaktionen und Vorgehensweisen des anderen im Klaren sind.

Der Aufbau des Projektes "Tandem" wurde so gewählt, dass eindeutige und auswertbare Resultate erzielt wurden, wenn diese auch aufgrund der geringen Teilnehmerzahl von 20 Tandem-Paaren nicht repräsentativ sind. Die Unterschiede im Führungsstil bei Frauen und Männern haben sich in der Praxis als vergleichsweise gering herausgestellt, vielmehr sind alle Teilnehmer/innen übereinstimmend zu der Erkenntnis gekommen, dass man treffender zwischen guter und schlechter Führung unterscheiden sollte.

Die Identifikation mit der eigenen Arbeit ist bei Frauen eindeutig höher. Die Arbeit von Frauen wird besonders in männlich dominierten Branchen auch heute noch recht kritisch und manchmal sogar argwöhnisch von Kunden, Kollegen und Mitarbeitern betrachtet. Frauen müssen häufig jahrelang regelrecht kämpfen, um in ihrem Berufsfeld anerkannt zu werden. Das führt dazu, dass Frauen in der Praxis oftmals mehr und bessere Arbeit leisten müssen als ihre männliche Kollegen, um im Beruf akzeptiert zu werden.

Auch die soziale Kompetenz von Frauen ist größer. Frauen in Führungspositionen nehmen meist einen größeren Anteil am Wohlergehen ihrer Mitarbeiter/innen, auch in privater Hinsicht, als ihre männlichen Kollegen.

Durch die positiven Reaktionen und Ergebnisse von Tandem beflügelt, wird sich Frau in der Wirtschaft in der WKÖ um ein transnationales Folgeprojekt bemühen. (pt)

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