Anbauflächen 2000: Deutliche Ausweitung der Getreideflächen, verstärkter Kartoffelanbau, beachtlicher Rückgang bei den Ölfrüchten

W i e n, 2000-10-09 - Die Auswertung der EU-Förderanträge durch die Statistik Österreich ergab für das Jahr 2000 eine Erhöhung der Anbauflächen von Getreide um 20.200 ha (+2,5 %; einschl. Körnermais und Corn-cob-mix) auf 829.900 ha im Vergleich zum Vorjahr.

Der Anteil des Getreides an der gesamten Ackerlandfläche erhöhte sich dadurch gegenüber 1999 von 58 % auf 60 %. Die beachtliche Ausweitung ist vor allem auf den verstärkten Brotgetreideanbau zurückzuführen. So wurde heuer mit 347.600 ha um 29.700 ha bzw. 9 % mehr Brotgetreide angebaut. Flächenzunahmen sind auch bei Wintergerste mit 5.500 ha (+7 %), bei Triticale mit 3.900 ha (+17 %) sowie bei Körnermais mit 11.500 ha (+8 %), eine hohe Abnahme dagegen ist bei Sommergerste um 25.600 ha oder 15 % zu verzeichnen.

Heuer wurden auf einer Fläche von 43.200 ha um 3.800 ha oder 8 % weniger Zuckerrüben angepflanzt. Bei den Kartoffeln hingegen konnte die seit dem Vorjahr steigende Tendenz fortgesetzt werden. Die Anbauflächen wurden neuerlich um 560 ha (+2 %) auf 23.700 ha ausgeweitet.

Bei den Körnererbsen ist die Anbaufläche weiter rückläufig. Wurden 1999 noch 46.000 ha angebaut, so waren es heuer nur mehr 41.100 ha; was einem Minus von 4.900 ha bzw. 11 % entspricht.

Ein starker Rückgang um 21.200 ha oder 16 % konnte auch bei den Ölfrüchten festgestellt werden, der vor allem auf die reduzierten Rapsanbauflächen zurückzuführen ist. Während 1999 noch 65.800 ha Rapsflächen ausgewiesen wurden, konnte heuer nur eine Fläche von 51.800 ha ermittelt werden, das sind um 14.000 ha oder 21 % weniger als im Vergleichsjahr. Auch die Anbauflächen bei Sojabohnen wurden heuer um 3.000 ha (-16 %) und bei Sonnenblumen um 1.900 ha (-8 %) vermindert.

Bei den Bracheflächen ist eine weitere Zunahme um 4.400 ha (+4 %) auf 110.800 ha zu verzeichnen; der Anteil an der gesamten Ackerfläche erreicht somit 8 %.

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