Weninger: Freier Zugang zum Wienerwald gefährdet

Kein Ausverkauf des Wienerwaldes durch Bundeforsteprivatisierung

St. Pölten, (SPI) - Sorgen um den Wienerwald macht sich SP-Landtagsabgeordneter Hannes Weninger. Für die von der Bundesregierung geplante Wald-Privatisierung ist der Wienerwald erste Adresse. "Der Wienerwald ist damit in seiner Funktion als Naherholungsgebiet akut gefährdet", warnt Weninger. Auf Wunsch der Regierung müssen die Österreichischen Bundesforste in den nächsten Jahren 50.000 Hektar Wald verkaufen und 3 Milliarden Schilling an den Finanzminister abliefern. Der Ausverkauf des Waldes erhitzt vor allem im Wienerwald die Gemüter und lässt Erinnerungen an Josef Schöffel wach werden. 1870, als die Staatskassen nach dem verlorenen Krieg gegen Preußen leer waren, sollte der Wienerwald verkauft werden, um das Budgetloch zu stopfen. Nur durch das mutige Auftreten Josef Schöffels, dem Retter des Wienerwaldes, wurde der Plan in letzter Minute verhindert.****

"Der großflächige Verkaufszwang per Gesetzeserlass wird nicht die kleinen Landwirte zum Zug kommen lassen, sondern Großinvestoren, die auf das Kapital Wald setzen auf den Plan rufen. Somit werden auch die Waldpreise der Landwirte und Gemeinden in den Keller gezogen", so Weninger weiter. Bereits jetzt gibt es immer wieder Probleme mit dem freien Zugang zum Wald. So hat beispielsweise der Papierindustrielle DI Prinzhorn - seines Zeichen auch Dritter Nationalratspräsident -seinen Wald in der Hinterbrühl und in Gießhübl großflächig eingezäunt. Erst nach monatelangen Protesten - die Medien berichteten - musste der Maschendrahtzaun per Bescheid der BH Mödling entfernt werden. Laut einer Studie der AK hat die Fläche der gesperrten Waldgebiete hat in den vergangenen drei Jahren um 20 Prozent zugenommen. Eine weitere Privatisierung der Wälder würde die Situation noch verschlimmern. "Der Ausverkauf des Waldes wäre ein Armutszeichen für Österreich, dass ohnehin nur einen der geringsten Staatswaldanteile Europas hat. Sollte es zum angekündigten Ausverkauf des Wienerwaldes kommen, werde ich mich für die Abhaltung einer Volksbefragung einsetzen", so Weninger.
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