FSG-Bachner empört über Diskriminierung von Arbeitslosen

Leichtfertige Rede des ÖAAB über Mißbräuche beim Arbeitslosengeld

Wien (FSG). "ÖAAB-Chef Fasslabend diskriminiert 100.000 ArbeitnehmerInnen und Saisoniers, deren Dienstverträge befristet sind und denen er unterstellt, das Arbeitslosengeld sei als fixer Bestandteil des Jahreseinkommens von vornherein auf Kosten der Versicherungsgemeinschaft eingeplant", empörte sich die designierte Bundessekretärin der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen im ÖGB, Roswitha Bachner.=

"Das ist doch ungeheuerlich", erklärte Bachner, "die Leut' können doch nix dafür, wenn die Saison aus ist!" Sehr viele Saisoniers seien zweimal im Jahr von Arbeitslosigkeit betroffen und sollen nach den Sparplänen der derzeitigen Bundesregierung "im Rahmen der sozialen Treffsicherheit" zwei Monate lang kein Arbeitslosengeld erhalten. Anstatt undifferenziert ArbeitnehmerInnen zu diskriminieren, solle der ÖAAB sich für das Durchrechnungsmodell einsetzen, nach dem ein Teil der bei den Saisoniers anfallenden Überstunden für eine Weiterbeschäftigung angerechnet werden soll, erklärte die designierte FSG-Bundessekretärin. "Wer so leichtfertig von Mißbräuchen beim Arbeitslosengeld spricht, das jährlich Hunderttausende ArbeitnehmerInnen beziehen, weil sie keine Arbeit finden, der macht sich wie Fasslabend als Arbeitnehmervertreter ziemlich unglaubwürdig ", erklärte FSG-Bachner abschließend. (ss)

FSG, 7. Oktober 2000
Nr. 162

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