ÖGB: ÄrztInnen sehen akute Bedrohung

Anstatt Kauf von Abfangjägern gesundheitliche Versorgung sichern

Wien (ÖGB). "Während man in der derzeitigen Regierung nach dem Kauf von Kampfhubschraubern laut über den Kauf von Abfangjägern nachdenkt, ist die medizinische Versorgung im AKH dramatisch gefährdet", erklärte heute der Vorsitzende der "ARGE ÄrztInnen" im ÖGB, Prim. Dr. Georg Gaul. "Eine militärische Bedrohung Österreichs lässt sich nicht erkennen, wohl aber eine ernsthafte Bedrohung der medizinischen Versorgung für Patienten aus Wien und auch aus den Bundesländern, die dort behandelt werden", kritisierte Dr. Gaul.++++

Nachdem das Wissenschaftsministerium seit April keine Zahlungen von Bundesmitteln an das AKH leistet, ist das größte Krankenhaus Österreichs, das nicht nur Patienten aus dem Wiener Raum, sondern auch aus den Bundesländern betreut, praktisch zahlungsunfähig. "Der Streit über die Finanzierung des AKH wird auf dem Rücken der Patienten und der Bediensteten ausgetragen. Auch andere Wiener Spitäler sind bereits betroffen, da ihre finanziellen Budgetreserven für das AKH zur Verfügung gestellt werden mussten. Die Sparmaßnahmen der derzeitigen Bundesregierung bedrohen die Gesundheitsversorgung in unsrem Land massiv. Ich fordere Frau Minister Gehrer daher dringend auf, diesem Skandal ein Ende zu bereiten und die notwendigen Finanzmittel für das AKH zur Verfügung zu stellen", erklärte Prim. Dr. Gaul von der "ARGE ÄrztInnen" abschließend. (ss)

ÖGB, 7. Oktober 2000
Nr. 821

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel. (01) 534 44/361
Fax.: (01) 533 52 93

ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB/NGB