ÖGJ kämpft weiter für gesetzlich verankerte Zivildienervertretung

Auch Präsenzdiener brauchen ein Vertretungsmodell

Wien (ÖGJ). Information, Diskussion und Meinungsaustausch stehen dieses Wochenende beim 2. Zivildienerkongress auf dem Programm. Der weitaus wichtigste Punkt ist für Albert Maringer, Vorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), aber ein anderer: "Die Zivildiener wählen erneut einen bundesweiten Vertreter. So können ihre Anliegen besser umgesetzt werden."++++

Bis vor einem Jahr hatten die Zivildiener weder eine vernetzte landesweite noch eine bundesweite Vertretung. "SchülerInnen haben SchulsprecherInnen, StudentInnen StudentenvertreterInnen, Lehrlinge JugendvertrauensrätInnen und ArbeitnehmerInnen BetriebsrätInnen, nur für junge Männer beim Zivildienst gab es bislang keine bundesweite Vertretung. Das war ein inakzeptabler Zustand", ist für den ÖGJ-Vorsitzenden klar.

Bereits vor zwei Jahren hat die ÖGJ in Zusammenarbeit mit der Plattform Zivildiener und der Vereinigung Demokratischer Soldaten Österreichs ein neues Modell zur bundesweiten Vertretung von Präsenz-und Zivildienern entwickelt und den zuständigen Ministerien übermittelt. "Sowohl bei der alten als auch bei der neuen Bundesregierung scheinen wir auf taube Ohren zu stoßen", so Maringer.

Für ihn ist wichtig festzustellen. "Wenn die Zivildiener ab diesem Wochenende einen Vertreter haben, ist dies nur ihrer eigenen Initiative zu verdanken. Denn die Regierung hat nichts dazu beigetragen. Ganz im Gegenteil: Die Experten, die Minister Strasser beauftragt hatte, haben ihm dringend nahe gelegt, ein Vertretungsmodell zu schaffen. Doch sinnvolle Vorschläge scheint diese Regierung ohnehin immer gleich wieder zu verwerfen. Und in puncto Expertenberichte hat uns diese Regierung ja bereits eindrucksvoll gezeigt, wie man diese liest: Verbesserungen verwerfen, Verschlechterungen einführen."

Maringer freue sich über den Erfolg der Zivildiener, doch eines gelte es nicht zu vergessen: "Auch für die Präsenzdiener gilt es nun die Initiative zu ergreifen und ein bundesweite Vertretungsmodell zu schaffen, denn vom zuständigen Minister ist in dieser Hinsicht nichts zu erwarten." (aw)

ÖGB, 7. Oktober 2000
Nr. 820

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