LH Haider: Kein Platz für Avnoj-Beschlüsse

Endlich auch Altösterreichern in Slowenien als Volksgruppe Rechte zugestehen - Vermächtnis von Kärntens Abwehrkampf und Volksabstimmung weitertragen

Klagenfurt (OTS) - Es sei mehr denn je notwendig, das Vermächtnis von Kärntens Volksabstimmung und Abwehrkampf weiterzugeben. Landeshauptmann Jörg Haider unterstrich beim Festakt des Kärntner Abwehrkämpferbundes (Obmann Fritz Schretter) zum Gedenken an das Jubiläum "80 Jahre Kärntner Volksabstimmung" im Klagenfurter Konzerthaus die Wichtigkeit, Nachdenklichkeit und Wissen zur Kärntner Geschichte zu fördern und das historische Bewußtsein zu schärfen. Denn es genüge nicht, Jubiläen zu feiern. Das historische Erbe müsse an die Jugend weitergegeben werden. Als Landeshauptmann und Schulreferent habe er daher unter anderem per Erlaß angeordnet, verpflichtend gemeinsame Feiern an allen Kärntner Schulen durchzuführen, die dem Gedenken an Kärntens Schicksalsjahre 1918 - 20 wieder einen entsprechenden Stellenwert einräumen. Weiters hat der ORF Kärnten speziell für die Schuljugend ein Video produziert, worin die Geschehnisse rund um Abwehrkampf und Volksabstimmung von jungen Menschen für junge Menschen verständlich gemacht werden.

Haider skizzierte den mutigen Freiheitskampf der Kärntner, die sich damals - ohne jegliche Unterstützung aus Wien - nur auf sich selbst verlassen konnten. Dank ihrer großen Heimatliebe, des Zusammenhalts und der Verantwortung gelang es ihnen schließlich, alle Voraussetzungen zu schaffen, um Kärnten in demokratischer Selbstbestimmung "frei und ungeteilt" zu erhalten. Der Freiheitskampf bildete die Voraussetzung für die entscheidende Volksabstimmung am 10. Oktober 1920.

Der Verbleib Kärntens bei Österreich war auch der einzige Erfolg der damals jungen Republik und er war etwas ganz Besonderes: während rundherum der Nationalismus grassierte, siegten in Kärnten das Landesbewußtsein der deutsch- und slowenischsprachigen Bevölkerung und der Regionalismus. Es müsse stets eine Verpflichtung bleiben, den 10. Oktober auch immer am 10. Oktober zu feiern, erteilte Haider all jenen eine Absage, die mit der "Verlegung" dieses Ehrentages spekulier(t)en.

Da Kärntner stets treue österreich-patriotische Bürger waren, seien seien sie auch künftig fähig, das Miteinander ohne Einmischung von oben bzw. außen selbst zu regeln. So sei es auch durch viele Initiativen gelungen, ein sehr positives Miteinander von Mehrheit und Minderheit zu gestalten. "Was die Behandlung von Volksgruppen anlangt, so sind wir etwa den Franzosen meilenweit voraus", so Haider.

Bezüglich der EU-Osterweiterung bekräftigte der Landeshauptmann seinen an die Adresse Sloweniens gerichteten Standpunkt, dass es in der europäischen Wertegemeinschaft keinen Platz gebe werde, solange Avnoj-Beschlüsse aufrecht blieben. Auch die Altösterreicher in Slowenien sollten als Volksgruppe behandelt werden und ein Minimum an Rechten erhalten, forderte der Landeshauptmann. Im Rahmen der Gedenkfeier richtete Haider auch einen besonderen Gruß an die anwesende Zeitzeugin und verdienstvolle Abwehrkämpferin Aloisia Petschnig.

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