ORF-Generalintendant Weis kündigt im ORF-Kuratorium an: ORF beteiligt sich freiwillig mit zehn Millionen Schilling am österreichischen Versöhnungsfonds

Wien, (OTS) - Bereits in der Sitzung des Finanzausschusses des Kuratoriums am 3. Oktober hatte ORF-Generalintendant Gerhard Weis über ein Schreiben der Regierungsbeauftragten Präsidentin Dr. Maria Schaumayer informiert, in dem der ORF zu einer Entschädigungszahlung in den Versöhnungsfonds eingeladen wurde. Weis bezeichnete diese Frage als eine rechtliche und moralische. Der ORF hatte den Historiker Univ.-Prof. Dr. Roman Sandgruber beauftragt, die Fakten im Zusammenhang mit möglichen NS-Zwangsarbeitern und Arisierungen in ORF-Vorgängerinstitutionen zu überprüfen. Nach einer ersten Überprüfung steht mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit fest, dass in ORF-Vorgängerinstitutionen keine Zwangsarbeiter eingesetzt und dass auch keine Arisierungen vorgenommen wurden. Es bestehe zwar, so Generalintendant Weis, kein Rechtstitel, die Beteiligung am Versöhnungsfonds habe jedoch für den ORF eine moralische Dimension. Der ORF wird sich daher an diesem Fonds gerne beteiligen.

In der Sitzung des ORF-Kuratoriums am Freitag, dem 6. Oktober, empfahlen die ORF-Kuratoren Klubobmann Univ-Prof. Dr. Andreas Khol, Klubobmann Ing. Peter Westenthaler, NAbg. Peter Schieder und Stefan Schennach in einem gemeinsamen Antrag an die Geschäftsführung des ORF, zehn Prozent der überplanmäßigen Werbeeinnahmen im Jahre 2000 als freiwilligen Solidarbeitrag dem österreichischen Versöhnungsfonds zur Verfügung zu stellen. Dieser Antrag wurde vom ORF-Kuratorium einstimmig angenommen. Mit dieser Empfehlung des Kuratoriums besteht nun eine Rechtsgrundlage für eine Zahlung.

ORF-Generalintendant Gerhard Weis informierte das Kuratorium darüber, dass die ORF-Geschäftsführung dieser Empfehlung gerne entsprechen und sich mit insgesamt zehn Millionen Schilling am österreichischen Versöhnungsfonds beteiligen wird.

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