Zwangsarbeiter: Kessler sieht "Rechtsfriede in der Zielgeraden"

Abkommen USA-Österreich heißt auch Bestätigung des richtigen Kurses der heimischen Verantwortlichen - Appell an Wirtschaft

Wien (PWK859) - Das Abkommen zwischen der österreichischen Bundesregierung und US-Vizefinanzminister Stuart Eizenstat über die internationale Anerkennung der österreichischen Sechs-Milliarden-Obergrenze für ehemalige NS-Zwangsarbeiter ist für den Obmann der ARGE "Plattform humanitäre Aktion", Heinz Kessler, auch eine "Bestätigung des richtigen Verhandlungskurses aller Verantwortungsträger in Österreich und ganz besonders ein Verdienst der unerschütterlichen Energie der Regierungsbeauftragten Frau Dr. Maria Schaumayer."

Für viele Betriebe war bisher die Unsicherheit über einen dauerhaften Rechtsfrieden in der firmeninternen Entscheidung ein letztes Hindernis, tatsächlich auch ihre Verpflichtungserklärung an die Arbeitsgemeinschaft abzusenden. Da diese Barriere noch Ende Oktober wegfallen wird, appelliert Kessler an alle Unternehmen, ihre firmeninternen Entscheidungsprozesse zu beschleunigen, damit der Wirtschaftsteil des Versöhnungsfonds weiterhin gut aufgefüllt werden kann. Ein Element hebt Kessler extra hervor: "In den nächsten Tagen wird die an dieser sensiblen Thematik besonders interessierte internationale Öffentlichkeit dem Verhalten der österreichischen Wirtschaft viel Augenmerk schenken. Ich appelliere an alle Unternehmen, die ihren Sitz in Österreich haben, zu bedenken, was für ein hohes Gut die internationale Reputation für den Wirtschaftsstandort Österreich ist. Dies gilt insbesondere auch für moralische Verpflichtungen, wie es die Geste gegenüber ehemaligen NS-Zwangsarbeitern ist."

Ein besonderes Anliegen der ARGE "Plattform humanitäre Aktion" ist das dringende Ersuchen an die österreichischen Tochterfirmen ausländischer Konzerne, dem Beispiel jener Kollegen zu folgen, die sich trotz Teilnahme der Muttergesellschaft an der deutschen Stiftung oder der Schweizer Lösung auch an der österreichischen Solidaraktion beteiligen.

Zahlreiche Anfragen veranlassen die Geschäftsführung der ARGE festzustellen, dass die Verpflichtungserklärungen von der ARGE treuhändisch verwaltet werden und tatsächliche Zahlungen erst nach der juristischen Errichtung des Versöhnungsfonds erbeten werden. Der Versöhnungsfonds kann laut Gesetz erst aktiv werden, wenn die Finanzierung und der Rechtsfriede insgesamt gesichert sind. (RH)

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