Gleiche Lärmwerte für Schiene und Straße

Raus: Ungleichbehandlung der Anrainer an der Schiene soll beendet werden

Salzburg (OTS) - Auf Antrag von Salzburgs
Umweltreferent Landesrat Dr. Othmar Raus beschlossen
die Landesumweltreferenten Österreichs heute, Freitag,
6. Oktober, dass endlich der Lärm entlang
Straßen und Schienen gleich behandelt werden muss. "Es
ist ungerecht, dass Züge um fünf Dezibel lauter sein
dürfen als Autos, ehe den Anrainern geholfen wird,"
sagte Raus am Rande der Konferenz.
Die gesetzlichen Bestimmungen sehen Handlungsbedarf
für Lärmschutzmaßnahmen erst vor, wenn bestimmte Werte überschritten werden. Diese sind bisher in Österreich
für Schienenlärm höher angesetzt als für Straßenlärm.
Raus hat ebenfalls eingefordert, dass beim
Schienenlärm auf Besonderheiten Rücksicht genommen
wird. "Lärm ist nicht Lärm. Es muss bei den Rechten
der Anrainer auch berücksichtigt werden ob der Lärm
etwa von Verschubarbeiten stammt. Denn solcher Lärm
ist wesentlich weniger gleichmäßig und daher
störender", sagte Raus. Die Position Salzburgs wurde
von allen Landesumweltreferenten unterstützt. "Ein
einheitliches Meinungsbild in Österreich,"
konstatierte Raus, der nun den Verkehrsminister am Zug
sieht.
Mit dem Salzburger Antrag zur Schienenverkehrslärm-Immissionsschutzverordnung (SchIV) sollen die
Immissionsgrenzwerte beim Schienenverkehr um fünf
Dezibel auf dasselbe Niveau für den Straßenbau
herabgesetzt werden. Ziel soll die Festlegung
einheitlicher gesetzlicher Lärmschutzbestimmungen für
Schiene, Straße und Flugverkehr sein. Darüber hinaus
wird der Bund aufgefordert, den Geltungsbereich der
SchIV auf betriebliche Änderungen, die eine Erhöhung
der Lärmbelastung bewirken, wie etwa die Erhöhung der Geschwindigkeit oder die Einbindung einer neuen
Strecke, aber auch auf Veränderungen bei der Anzahl
und der Lage von Verschubgleisen sowie auf die
Verlegung oder Entfernung von ortsfesten Gebäuden und Nebengebäuden auf Bahngrund ausgedehnt wird.

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