Klage soll heimische Wälder sichern

Haigermoser-Antrittsbesuch bei Schausberger: Unterstützung für Landesthemen in Wien zugesagt

Salzburg (OTS) - Seinen Antrittsbesuch als
Vizepräsident der Salzburger Wirtschaftskammer
stattete Nationalrat Helmut Haigermoser kürzlich
Landeshauptmann Dr. Franz Schausberger im Chiemseehof
ab. Dabei standen vor allem wirtschaftspolitische
Themen, aber auch die weitere Entwicklung der
Bundesforste im Land Salzburg im Vordergrund.
Schausberger und Haigermoser verbindet das Bemühen um
Sicherung der kleinen und mittleren Handelsbetriebe,
die durch die Entstehung von Großmärkten in
wirtschaftliche Bedrängnis geraten, aber auch das
Eintreten des Landes Salzburg gegen den Bundesforste-
Ausverkauf. Er werde die Bemühungen des Landes zur
Sicherung der Bundesforste auf Bundesebene vehement
unterstützen, kündigte Haigermoser an.
Eine Klage des Landes Salzburg solle die heimischen
Wälder sichern, betonte Landeshauptmann Schausberger
gegenüber Haigermoser und kündigte der Bundesregierung
rechtliche Schritte an. "Sobald eine größere Fläche
zum Verkauf ausgeschrieben steht, wird postwendend
eine Klage nach Wien gehen", sagte Schausberger. Die
können nicht etwas verkaufen, was ihnen nicht gehört,
argumentiert Schausberger im Hinblick auf die
umstrittenen Besitzansprüche des Bundes auf den
Bundesforstebesitz in Salzburg. Haigermoser jedenfalls
wird rechtliche Schritte des Landes unterstützen. Das
Land, so Schausberger, handelt dabei auch aus Sorge um
die Rechte der Waldbauern, von denen viele das so
genannte Einforstungsrecht, also das Recht der
Holznutzung, besitzen. Auch über die dürfe man nicht "drüberfahren". Auch hier assistiert Haigermoser: "Die
bestehenden Servitutsrechte der
Einforstungsberechtigten im Land Salzburg sind
unantastbar."
Bekanntlich besitzen die Bundesforste in keinem
anderen Bundesland so viel Wald wie in Salzburg. So
verwalten beziehungsweise bewirtschaften die
Österreichischen Bundesforste im Land Salzburg
insgesamt 200.000 Hektar Grund davon 121.500 Hektar
Waldflächen. Dies entspricht einem Anteil von 34
Prozent der gesamten Waldfläche des Landes. Die
ungeklärten Eigentumsverhältnisse reichen ins Jahr
1920 zurück. Damals wurde ein "Übergangsgesetz"
geschaffen, das den staatlichen Waldbesitz in Salzburg
den Bundesforsten zuschlug, aber - und das wurde klar
festgelegt - nur bis zu einer endgültigen
Verfassungsregelung, die es aber bis heute nicht gibt.
Zweites wichtiges Gesprächsthema zwischen Schausberger
und Haigermoser war die Sorge um kleine und mittlere
Handelsbetriebe vor dem Hintergrund der Entstehung von Großmärkten.
Haigermoser ersuchte den Landeshauptmann, in dieser
Angelegenheit gemeinsam aufzutreten. "Die
Handelslandschaft der Landeshauptstadt, der
Stadtzentren und der Landgemeinden darf nicht
ausgedünnt werden", sagte Haigermoser.

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