Schlechte Getreideernte 2000

W i e n , 2000-10-06 - Die Brotgetreideernte des Jahres 2000 blieb nach Berechnungen der Statistik Österreich mit 1,501.000 Tonnen um 8% unter dem Ergebnis des Vorjahres, wobei sich die Anbaufläche -aufgrund von Flächenausweitungen bei Weichweizen - um insgesamt 9% auf 348.000 Hektar vergrößerte. Bei Weichweizen konnte die Flächenausweitung auf 278.000 Hektar (+6%) die Ertragseinbußen nicht kompensieren, wodurch die Ernte mit 1,269.000 Tonnen um 4% unter dem Vorjahreswert lag. Besonders die Kulturen im Osten des Bundesgebietes wurden durch die frühsommerliche Trockenheit in Mitleidenschaft gezogen. Die heurige Hartweizenernte wurde mit 44.000 Tonnen (-56%) im Vergleich zu 1999 mehr als halbiert. Bei Roggen führten ebenfalls schlechte Erträge in den Hauptanbaugebieten im Osten sowie Flächenreduktionen (-6%) zu einer rückläufigen Ernte von 183.000 Tonnen (-16%).

An Gerste konnte auf einer Fläche von 224.000 Hektar (-8%) eine Ernte von 855.000 Tonnen (-26%) eingebracht werden. Während der Anbau von Wintergerste auf 82.000 Hektar (+7%) ausgeweitet wurde, kam es bei Sommergerste zu einer Flächenreduktion von 15% auf 142.000 Hektar. Auch bei den Ernteerträgen wurden starke Einbrüche verzeichnet, wobei die Sommergerste mit österreichweit 31,5 dt/ha (-29%) stärker unter der Dürre litt als die Wintergerste mit 49,8 dt/ha (-8%). Eingebracht werden konnten 408.000 Tonnen (-1%) an Wintergerste und 447.000 Tonnen (-40%) an Sommergerste.

Körnererbsen brachten heuer auf einer Fläche von 41.000 Hektar (-11%) eine Ernte von 97.000 Tonnen (-31%).

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