Apothekerverband weist Ärztevorwürfe zurück

Wien (OTS) - Die heutigen Äußerungen des Österreichischen Hausärzte-verbandes weist der Präsident des Österreichischen Apothekerverbandes, Mag. pharm. Gottffried Bahr, in einer Aussendung entschieden zurück. Bahr: "Daß unsere Plakataktion 'irreführend bis gefährlich' sein soll, ist für mich nicht nachvollziehbar. Wir haben diese Plakataktion deshalb in Auftrag gegeben, um wieder einmal der Bevölkerung zu signalisieren, daß jeder Mitbürger in den Apothekerinnen und Apothekern dieses Landes verläßliche Partner hat, die im Bereich der Selbstmedikation einen raschen und direkten Arzneimittelzugang ermöglichen, der zudem das Sozialversicherungssystem von Kosten entlastet."

Diagnose- und Therapiehoheit der Ärzte steht außer Frage

Präsident Bahr: "Unsere Plakate sind gegen niemanden gerichtet, auch nicht gegen die ärztliche Zuständigkeit. Ich betone einmal mehr, daß die Kompetenz der Ärzte für Diagnose und Behandlung von uns nicht in Frage gestellt wird. Andererseits dürfen wir aber nicht die Augen davor verschließen, daß immer mehr Menschen in unserem Land sich bei leichten Erkrankungen schnell und direkt selbst helfen möchten. Natürlich birgt eine schrankenlose Ausweitung der Selbstmedikation auch Gefahren in sich. Daher treten wir für eine kontrollierte Selbstmedikation ein. Das bedeutet: Selbstmedikation ja, aber nur in Verbindung mit flankierender und fachlich kompetenter Beratung durch den Arzneimittelfachmann Apotheker."

Die Apotheker sehen ihre Position als Mittler zwischen Arzt, Patient und Produktangebot. Bahr: "Ohne Zweifel ist es unsere Pflicht, bei entsprechender Notwendigkeit dem Patienten zu raten, einen Arzt aufzusuchen. Das unterscheidet letztlich unseren Berufsstand von anderen Arzneimittelanbietern."

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