Firlinger: ASFINAG-Reorganisation hat höchste Priorität

FPÖ-Kritik an Management - Mit ASFINAG-NEU innovatives Kapitel im österreichischen Straßenbau aufschlagen

Wien, 2000-10-06 (fpd) - Eine rasche und nachhaltige Totalreform der ASFINAG-Gruppe (ASFINAG, ÖSAG, ASG) forderte heute der freiheitliche Verkehrs- und Bautensprecher Mag. Reinhard Firlinger.****

Die derzeitige Struktur sei teuer, schwerfällig und zuwenig effizient. Darüber hinaus seien in den letzten Jahren schwerwiegende Fehler bei Auftragsvergaben passiert. Letzteres sei Gegenstand massiver und wiederholter Kritik durch den Rechnungshof. Seitens des Bundesvergabeamtes und der Vergabekontrollkommission habe man erst vor kurzem eine Ausschreibung der ASFINAG für ungültig erklären müssen, was ebenfalls als Beweis für mangelnde Effizienz in diesem Bereich zu werten sei. Dies alles müsse entsprechende Konsequenzen haben, weshalb man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen könne.

"Es kann jedenfalls nicht sein, daß im hochwertigen Straßennetz alle drei Straßenbaugesellschaften gleiche Aufgaben wahrnehmen, also ausschreiben, planen, erhalten und finanzieren", kritisierte Firlinger. Der freiheitliche Verkehrssprecher räumte jedoch ein, daß innerhalb der ASFINAG-Gruppe die Qualität der Leistungserbringung unterschiedlich sei. "Wenn es die ÖSAG schafft, ihr Baustellenmanagement so zu organisieren, daß die Ruhezeiten minimiert wurden, dann frage ich mich, warum dies im Bereich der ASFINAG-Baustellen nicht möglich ist. Angesichts des bestehenden Baustellenchaos und der daraus resultierenden Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit ist überhaupt nicht einzusehen, daß pünktlich am Freitag 15.00 Uhr das Werkzeug fallengelassen wird", führte Firlinger weiter aus.

"Der größte Schwachpunkt ist die derzeitige Ausschreibungs- und Vergabepraxis der ASFINAG. Bester und jüngster Beweis dafür ist die Ausschreibung des Mauthüttensystems, welches erfreulicherweise nicht mehr zum Zug kommen wird, sondern durch ein zeitgemäßes vollelektronisches System ersetzt wird", stellte Firlinger fest. Der Übergang in eine zukunftsträchtige Technologie sei von den Verantwortlichen schlichtweg ignoriert worden. Daher sei auch klar, daß die Neuausschreibung von unabhängigen Fachleuten durchgeführt werden müsse, welche mit dem antiquierten ASFINAG-Denken nicht das geringste am Hut hätten. Nur so könne sichergestellt werden, daß die Neuausschreibung zügig über die Bühne gehe und "nicht länger der Nachweis erbracht wird, warum etwas nicht geht".

Es sei nun hoch an der Zeit, daß nicht nur die Strukturen, sondern auch Ziele und Aufgaben der Sondergesellschaften gründlich hinterfragt und dabei alle vermeintlichen Tabus außer Acht gelassen würden, so Firlinger weiter. Dadurch könnten erhebliche Einsparungspotentiale geschaffen werden. Der Maßnahmenkatalog müsse von einer radikalen Schlankheitskur im Bereich der ersten und zweiten Führungsebene, eine konzernübergreifende Straffung der Ausschreibungsverfahren bis hin zur Teilprivatisierung der ASFINAG reichen. Die Rolle einer ASFINAG-NEU sei primär in einer Holdingfunktion und dem Schuldenmanagement zu sehen, wobei die Tochtergesellschaften ÖSAG und ASG verstärkt in den operativen Belangen tätig sein sollte, forderte Firlinger.

"Wir müssen jetzt ein innovativeres Kapitel im österreichischen Straßenbau aufschlagen, und das heißt ASFINAG NEU, ein Konzept, welches eine ausreichende Frischluftzufuhr in diesem wichtigen Infrastrukturbereich ermöglicht", schloß Firlinger. (Schluß)

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