Reallohnverluste gefährden Kaufkraft

Regierung als Elefant im Porzellanladen der Konjunktur

Wien (OTS) - Der Gewerkschaftliche Linksblock (GLB) sieht im Gehaltsabschluß des öffentlichen Dienstes einen neuerlichen schwerwiegenden Reallohnverlust. Der Fixbetrag von brutto 500 Schilling für 2001 bedeutet im Durchschnitt der Gehälter im öffentlichen Dienst eine Steigerung unter der 2-Prozent-Marke und somit im Nettoergebnis eine Einbuße, weil Progressivsteuer und Geldentwertung nicht kompensiert werden. Dazu kommt, daß die ArbeitnehmerInnen allgemein durch die Senkung der Absetzbeträge und Gebührenerhöhungen durchschnittlich rund 4000 Schilling pro Jahr verlieren.

Nach Ansicht der LinksgewerkschafterInnen hätte die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) dieses Ergebnis nicht akzeptieren dürfen. Vielmehr sei es angebracht, den Abschluß einer Urabstimmung zu unterziehen.

"Wenn ÖVP-Generalsekretärin Rauch-Kallat nun meint, daß auch die anderen Gewerkschaften genauso verantwortungsvoll handeln sollten, dann kann man der Dame die Frage nicht ersparen, wie es eigentlich um ihr eigenes Verantwortungsbewußtsein und um ihre volkswirtschaftlichen Kenntnisse bestellt ist. Das Maßnahmenpaket der Regierung und die Verteuerungen im Energiebereich werden in Verbindung mit Reallohnsenkungen und Einschränkungen der öffentlichen Investition zu einem Konjunkturdämpfer führen. Hier wird eine gefährliche Spirale in Gang gesetzt, weil ein Abwürgen der Konjunktur auf ein Ansteigen der Arbeitslosigkeit und den Entfall von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen bei gleichzeitig höheren Sozialkosten hinausläuft. Einzelne Wirtschaftsforscher warnen bereits vor einer solchen Entwicklung, während die Regierung noch wie der Elefant im Porzellanladen der Konjunktur herumtrampelt", meint GLB-Vorsitzender Manfred Groß.

Wenn also die anderen Gewerkschaften, die vor oder bereits inmitten der Kollektivvertragsrunden stünden, verantwortungsbewußt handeln wollten, dann müssen sie nicht nur eine volle Abgeltung der Inflation, sondern auch einen entsprechenden Anteil am Wirtschaftswachstum einfordern. Mit einer solchen Lohn- und Gehaltspolitik hat aber der Abschluß im öffentlichen Dienst wenig zu tun. Hier würde vielmehr eine sture Rotstiftpolitik betrieben, die allen Beteiligten letztlich auf den Kopf fallen wird.

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