Teletest: ORF weist haltlose Anschuldigungen von ATV-Chef Fuchs zurück

Wien (OTS) - Zu den von ATV-Geschäftsführer Tillman Fuchs am Dienstag, dem 3. Oktober 2000, in einem Gespräch mit der APA erhobenen Vorwürfen gegen den ORF im Zusammenhang mit dem Teletest stellt der ORF fest: Aussagen wie "Knebelvertrag" oder ein Verbot, ATV-Quoten mit jenen des ORF zu vergleichen, entbehren jeder Grundlage und sind daher als reine Polemik zu betrachten.

Von einem "Knebelvertrag" kann schon deshalb keine Rede sein, weil es eine einvernehmliche Regelung zwischen dem ORF, ATV und den Vermarktern der österreichischen Werbefenster (IPA, MGA, Cinecom) gibt. Bei dieser Regelung, die sowohl die Kostenaufteilung als auch die Veröffentlichung von Daten beinhaltet, ist der ORF seinen Mitbewerbern in einem hohen Ausmaß entgegengekommen - der neue Teletest ab 2001 berücksichtigt sämtliche Bedürfnisse der Mitbewerber. So wird, auf Wunsch der kommerziellen Sender, das Panel um 300 Kabelhaushalte aufgestockt, was eine deutlich präzisere Abbildung der Fernsehnutzung im Kabelbereich mit sich bringt. Die Kosten dieser Panelausweitung, die vor allem ATV und den Werbefenstern deutscher Kommerzsender zugute kommt, finanziert der ORF zu einem erheblichen Anteil mit. Darüber hinaus trägt der ORF den weitaus größten Teil der laufenden Teletest-Kosten.

Zum Vorwurf von ATV-Chef Fuchs, die "Privaten seien keine gleichberechtigten Partner", ist zu sagen: Der ORF ist deshalb Auftraggeber des Teletests, weil die Mitbewerber nicht bereit oder in der Lage sind, das Instrument Teletest finanziell und personell als "gleichberechtigte Partner" - also zu gleichen Teilen - zu betreiben. Die Administration, Betreuung und Weiterentwicklung des Systems in Zusammenarbeit mit Fessel-GfK erfordert beträchtlichen Aufwand an wissenschaftlich qualifiziertem Personal, das die Mitbewerber nicht zur Verfügung stellen können oder wollen.

Zum behaupteten Verbot, die Quoten von ATV mit jenen des ORF zu vergleichen: Es ist selbstverständlich allen Beziehern von Teletest-Daten möglich, für interne Zwecke jeden beliebigen Vergleich anzustellen. Was die Veröffentlichung von Daten betrifft, gibt es Regelungen, die sich an jene der deutschen AGF (Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung) anlehnen, deren Mitglieder alle deutschen Sender sind. Auch diese Regelung wurde von ATV mitunterzeichnet.

Die unqualifizierten Äußerungen von ATV-Geschäftsführer Tillman Fuchs machen deutlich, dass ATV offenbar der Wille für eine - vom ORF gewünschte - sachliche und faire Zusammenarbeit fehlt.

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