VP-Pfeiffer: Heroingrenzmengen durchaus reduzierbar

Schlammschlacht zwischen Blau und Rot dient keinem einzigen Drogenkranken.

Wien (ÖVP-Klub) "Mir erscheint eine Reduzierung der Grenzmenge bei Heroin von 5Gramm auf 3Gramm durchaus als eine richtige gesundheitspolitische Maßnahme", so der Drogensprecher der VP-Wien, LAbg. Gerhard PFEIFFER zum Verordnungsentwurf des Bundesministerums für Soziales und Generationen," soferne die Rahmenbedingungen für Substitutionsmaßnahmen verbessert werden".****

Die Grenzmenge für Heroin, sie liegt derzeit bei 5 g, die als Grundlage für das Strafausmaß für Erwerb, Besitz, Weitergabe und Handel dieses Suchtgiftes gilt, soll auf 3 g reduziert werden. Unterhalb des fünfundzwanzigfachen dieser Menge können, bzw. müssen vom Staatsanwalt unter dem Aspekt der Zielsetzung "Therapie statt Strafe" die entsprechenden Maßnahmen ( Rücklegung der Anzeige, Verzicht auf Strafvollzug bei Therapie etc.) eingeleitet werden.

In der gestrigen Sitzung des Wiener Drogenbeirates wurde die neue Suchtgiftverordnung zur Reduzierung der Grenzmenge für Heroin heftig diskutiert. Dazu PFEIFFER: "Die derzeitige Richtmenge, die praktisch den Monatsbedarf eines schwer Süchtigen abdeckt, ist in zweierlei Hinsicht kontraproduktiv. Erstens wird der Suchtgiftkranke dadurch nicht animiert, sich einer wesentlich vernünftigeren, ärztlich kontrollierten Substitutionsbehandlung zu unterziehen und zweitens bleibt damit dem Kleindealertum weiterhin Tür und Tor geöffnet."

PFEIFFER weiter:" Anstelle sich in einer Aussendungsschlammschlacht gegeseitig unglaubwürdig zu machen, bestehe ich auf meinem gestrigen Vorschlag, der Drogenkoordinator möge eine Übersicht der Konsequenzen für die Kategorien Erwerb, Besitz, Weitergabe und Handel mit Heroin bei Reduktion der Grenzmenge auf 3 g, für die Bereiche Prävention, Therapie, Soziales Umfeld, Finanzierung, polizeiliche Maßnahmen und Strafvollzug machen, um möglichst objektiv urteilen zu können. Persönliche Streitereien bringen weder Politik noch die betroffenen Menschen, Suchtgiftkranke und deren Familien, weiter."

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