- Kleindienst im NEWS-Interview: "Innenminister Strasser wird

Wien (OTS) - auf hunderte illegale Abfragen stoßen"
- NEWS enthüllt neue Datenklau-Tricks in der Polizei: Dienstnummern

unbeteiligter Spitzengewerkschafter von SPÖ und ÖVP für illegale Datenabfragen mißbraucht
Utl.: Vorausmeldung zu NEWS 40/00 vom 5. Okt. 2000 =

In einem Interview in der morgen erscheinenden neuen
Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS erhebt Ex-FP-Polizeigewerkschafter Josef Kleindienst neue schwere Vorwürfe in Sachen Bespitzelungs-Skandal:

- " Wenn Innenminister Strasser die Sache gründlich untersuchen läßt, werden die Ermittler auf hunderte illegale Abfragen stoßen. Ich kenne genau solche Fälle und ersuche den Innenminister, diese lückenlos aufzuklären." Kleindienst bietet im NEWS-Interview auch seine Kooperation bei der Aufklärung an:

- "Mir liegt nichts daran Einzelpersonen an den Pranger zu stellen. Ich will, dass solche Methoden im Polizeiapparat rigoros abgestellt werden. Falls mich allerdings die Sonderkommission oder ein U-Richter befragen sollten, werde ich sicher nicht lügen."

Der Polizeiskandal-Aufdecker bestätigt im NEWS-Interview auch die bei illegalen Datenabfragen im Polizeicomputer offenbar gängige Praxis mit Dienstnummern unbeteiligter Kollegen ins geheime Computersystem einzusteigen und damit selbst keine Spuren zu hinterlassen. Kleindienst:

- "Diese Praxis kenne ich. Man müßte ja schon besonders blöd sein, um derart heikle Abfragen in eigenem Namen durchzuführen."

Wie NEWS-Recherchen ergaben wurden wiederholt Abfragen, die mutmaßlich in blauen Händen landeten, ausgerechnet unter den (polizeiintern leicht zugänglichen) Dienstnummern von roten und schwarzen Spitzengewerkschaftern durchgeführt:

- So loggten sich bislang unbekannte Täter mißbräuchlich unter der Dienstnummer des roten Polizeigewerkschafters Franz Pail, seines schwarzen Gegenübers Adolf Vogt und sogar unter dem Dienstnummer des VP-Abgeordneten Werner Miedl in den Polizeicomputer ein. Möglich wurden diese Tarnmanöver, so NEWS, durch einige eklatante Schwachstellen in der geheimen Polizei-Datenbank "Ekis", die NEWS in seiner neuen Ausgabe, enthüllt. Ein Polizei-Insider zu NEWS: "Die meisten der illegalen Abfragen dürften über diese Schiene gegangen sein. Viel Glück beim Spurensuchen."

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