Grüne: Wien löst Obdachlosenproblem auf groteske Weise!

Damit sich niemand niedersetzen kann, gibt’s keine Bänke

Wien (Grüne) - "Wien löst das Obdachlosenproblem auf speziell groteske Weise", macht Susanne JERUSALEM, Gemeinderätin der Wiener Grünen, ihrem Ärger Luft. "In mehreren Bezirken werden ganz einfach keine Sitzgelegenheiten mehr aufgestellt", schildert JERUSALEM. "Die Absicht ist klar: Wenn es keine Sitzbänke gibt, dann werden auch keine Obdachlosen auftauchen", beschreibt JERUSALEM die Vorgangsweise.

Konkret machten die Wiener Grünen heute mit einer Aktion am Josefstädter Uhlplatz auf das Problem aufmerksam: "Dort wurde der Platz im Zuge der Gürtelsanierung neu gestaltet - beispielsweise mit einem Zeltdach etc., aber am gesamten Uhlplatz gibt es keine einzige Sitzgelegenheit", stellt die Grüne Gemeinderätin fest, denn "offenbar fürchten sich die BezirkspolitikerInnen vor den Obdachlosen, die zum benachbarten Sozial-Stützpunkt hinkommen." Um auf das Problem aufmerksam zu machen, luden heute die Wiener Grünen zu einem Frühstück am Uhlplatz und stellten dazu die entsprechenden Bänke auf. Das Thema Uhlplatz ist schon lange ein Thema in der Josefstädter Bezirksvertretung: "Seit kurzem gibt es einen Antrag des Seniorenbeirates, dass doch endlich Bänke aufgestellt werden sollen", berichtet Heribert RAHDJIAN, Vertreter des Seniorenbeirates, "aber es geschieht nichts". Die Grünen hoffen auf ein baldiges Umdenken bei den zuständigen PolitikerInnen. "Der öffentliche Raum wird ohnedies immer mehr kommerzialisiert und durch Events, Shopping Centers etc. reduziert, die Bevölkerung - auch die Obdachlosen - haben ein Recht auf einen lebenswerten Stadtraum", schließt JERUSALEM.

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