LHStv. Bauer: Spatenstich für neues Tierheim Krems

100 Millionen für die NÖ Tierheime - erster Ausbauschritt wird verwirklicht

St. Pölten, (SPI) - Auf einer Fläche von knapp 7000 Quadratmetern entsteht in Krems ein neues Tierschutzheim. Der Grund wird von der Stadt Krems zu einem symbolischen Pachtschilling zur Verfügung gestellt. Die geplanten Baukosten betragen rund 20 Mio. Schilling, die geschätzten Betriebskosten jährlich ca. 2 Mio. Schilling. Die Betriebskosten werden wie bisher durch den Tierschutzverein Krems aufgebracht, der das derzeit bestehende Heim betreibt und auch das neue Tierschutzhaus betreiben wird.****

"Der heute stattfindende Spatenstich ist der erste Schritt in der Verwirklichung des modernen Tierheim-Versorgungskonzeptes für Niederösterreich. In den vier Vierteln Niederösterreichs ist je ein -oder auch mehrere kleinere - moderne Tierheime geplant - in einigen Regionen werden bestehende Gebäude durch Um- und Zubauten ergänzt und entsprechend der modernen wissenschaftlichen Erkenntnisse der Tierhaltung adaptiert. Ich freue mich, dass Niederösterreich mit diesem Konzept eine Vorreiterrolle in ganz Österreich einnimmt und zusätzlich die vielen Vereine und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei ihrer Arbeit tatkräftig unterstützt werden können. Ich danke auch der Stadt Krems für die tatkräftige Unterstützung - am Tag des heiligen ‚Franz von Assisi‘ und des Welttierschutztages einen Spatenstich für ein neues Tierheim vornehmen zu können, ist eine ganz besondere Freude", so LHStv. Dr. Hannes Bauer anläßlich des heute stattfindenden Spatenstiches des neuen Tierheimes in Krems. Das Land Niederösterreich stellt für die Tierheime und die Aufteilung der Versorgung auf fünf Gebiete - Waldviertel, Weinviertel, Industrieviertel und Mostviertel sowie Wien-Umland - einen Betrag von 100 Millionen Schilling zur Verfügung. Im Waldviertel ist am Standort Krems ein Neubau erforderlich, der nun begonnen wird. Im Weinviertel ist der Standort noch nicht eindeutig festgelegt. Im Industrieviertel werden das Tierheim Wiener Neustadt adaptiert und ergänzende Einrichtungen in der Region geschaffen, ebensolches gilt für das Mostviertel mit dem Standort St. Pölten. Der Standort Brunn am Gebirge mit dem Wiener Tierschutzverein bietet für die Bezirke Wien-Umgebung und Bruck an der Leitha die notwendige Versorgungssicherheit.

Das Konzept des Tierheims Krems stammt von der Obfrau des Kremser Tierschutzvereines Andrea Specht, die bauliche Umsetzung von Architekt DI Erich Millbacher. Das neue Tierschutzheim in Krems soll ein österreichweites Modell bezüglich moderner Tierhaltung darstellen. Es wurden modernste Erkenntnisse aus der Tierverhaltensforschung in optimaler und kostengünstiger Weise umgesetzt. Hunde und Katzen werden nicht wie herkömmlich in engen Zellen und Käfigen "verwahrt" sondern in Gruppenverbänden gehalten. Vorteil: Die Tiere können ihr natürliches Sozialbedürfnis ausleben. Verhaltensstörungen werden besser vermieden, Tiere aus schlechten Verhältnissen optimal resozialisiert, die Tiere können viel schneller an neue Plätze weitergegeben werden. Darüber hinaus wird wie bereits bisher das Hundeschulungsprogramm fortgeführt (Motivationstraining, T-Touch-Methode, Clickertraining, Therapeutisches Spielzeug wie Kong, etc.)

Das neue Tierschutzheim soll darüber hinaus zu einem Ort der Begegnung zwischen Tier und Mensch werden, soll zum "Erlebnisheim", Informationsort, Unterrichtsort (Tierschutz im Unterricht), Schulungsort (für künftige Tierpfleger), Veranstaltungsort etc. werden. Wie bereits jetzt wird es auch im neuen Heim möglich sein, Hunde zum Spazierengehen "auszuborgen". Optimal für Tierfreunde, die aus Zeit- oder anderen Gründen kein eigenes Tier halten können. Das in Österreich einzigartige Konzept wurde von den bekanntesten europäischen Tierverhaltensexperten - Gutachten v. Prof. Dr. Hermann Bubna-Littitz, Vet. Med. Univ. Wien, Dr. Martin Pietralla, Univ. Ulm, Dr. Roger Mugford, Animal Behaviour Centre, London- begutachtet und als sehr gut konzeptioniert gelobt.

Der Bau selbst ist eine Stahl-Beton-Konstruktion und wird größtenteils durch Fertigteilelemente kostengünstig errichtet werden. Geplante Bauzeit: 9-12 Monate, verbaute Fläche: etwa 1000 Quadratmeter. Auf der restlichen Fläche befinden sich die unterschiedlichen Spielwiesen der einzelnen Hunderudel, die Außengehege der Katzenzimmer und ein Hundeschulungs- und Therapieplatz. Insgesamt soll durch gezielte Bepflanzung der Eindruck eines großen "Gartens" vermittelt werden. Im Tierschutzheim befinden sich neben mehreren Hunde- und Katzenzimmern auch abgegrenzte Quarantänebereiche (getrennt für Hunde, Katzen und Kleintiere), der Wirtschaftstrakt mit Futterküche, Kühlraum, Hundebad und Waschküche, Lagerräume, Werkstätte, "Kennenlernzimmer" bei Tiervergaben, Sozialraum, der Büro- und Shopbereich, der Ordinationsbereich mit Krankentrakt (getrennt für Hunde, Katzen u.a.) sowie der Wohnbereich (eigene Pflegerwohnung).

3 Prinzipien bestimmen den Bau:
- Optimale Tiergerechtigkeit durch überwiegende Gruppenhaltung und strukturierte Innen- und Außengehege.
- Kurze Arbeitswege durch zentralen Wirtschaftstrakt.
- Kostengünstigkeit und Flexibilität - z.B. können zwei oder mehr Rudel durch Öffnen der Abtrennungen "zusammengelegt" oder im Gegenzug "verkleinert" werden.
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