Brigittenau: Ein Platz für Schwester Restituta

Wien, (OTS) Bezirksvorsteher Karl Lacina (SPÖ) wird am Freitag, 6. Oktober, um 17.30 Uhr, die Namensgebung für den "Maria-Restituta-Platz" vornehmen. Die Benennung des Platzes zwischen der U6-/S-Bahn-Station Handelskai und der Engerthstraße, nächst dem Millennium Tower, ist eine Würdigung für Schwester Maria Restituta, die in der Zeit des NS-Regimes hingerichtet wurde und im Jahre 1998 die Seligsprechung erlangte. Bereits am Donnerstag, 5. Oktober, erfolgt um 18 Uhr im Amtshaus am Brigittaplatz 10, die Eröffnung der Ausstellung "Restituta in der Kunst". Ebenfalls am Donnerstag, 5. Oktober, findet um 19.30 Uhr
im Haus der Begegnung in der Raffaelgasse 11-13 die Uraufführung des Musicals "Restituta - Glaube gegen NS-Gewalt" statt. Nähere Informationen über die Veranstaltungen zum Gedenken an Schwester Maria Restituta gibt das Büro der Bezirksvorstehung Brigittenau unter der Telefonnummer 331 34/20114, Anfragen via E-Mail unter post@b20.magwien.gv.at.****

Ausstellung und Musical über die selige Ordensfrau

Bezirksvorsteher Lacina eröffnet am Donnerstag, 5. Oktober,
um 18 Uhr, im Amtshaus in Wien 20., Brigittaplatz 10, 2. Stock,
die Ausstellung "Restituta in der Kunst". In der Schau werden bis Samstag, 14. Oktober, Werke von über 30 Künstlern gezeigt, die ihre Arbeiten dem Leben und Leid von Schwester Maria Restituta gewidmet haben. Die ausgestellten Kunstwerke reichen von
Zeichnungen und Malereien in verschiedenen Techniken bis zu
Objekten aus Messing und Bronze. Die Ausstellung kann Montag bis Freitag von 14 bis 19 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 9 bis 13
Uhr besichtigt werden, der Eintritt ist frei.

Das Brigittenauer Gymnasium präsentiert am Donnerstag, 5. Oktober, um 19.30 Uhr, die Uraufführung des Musicals "Restituta -Glaube gegen NS-Gewalt". Am Freitag, 6. Oktober, finden um 10 Uhr und 19.30 Uhr zwei weitere Vorstellungen statt. Veranstaltungsort ist der Große Saal der VHS Brigittenau im Haus der Begegnung in Wien 20., Raffaelgasse 11-13. Karten sind zum Preis von 100 Schilling (Schüler/Pensionisten: 50 Schilling)jeweils eine Stunde vor dem Beginn der Vorstellungen erhältlich. Neben besinnlichen Liedern werden auch schwungvolle Melodien erklingen. Das Musical-Team des Brigittenauer Gymnasiums besteht aus 45 Personen,
darunter Schüler, Absolventen und Professoren. Das Musical über den Leidensweg von Schwester Maria Restituta wird voraussichtlich
ab Dezember auf CD zu hören sein.

Gedenken an Schwester Maria Restituta

Die Benennung des "Maria-Restituta-Platzes" im Wohnbezirk der Ordensfrau ist ein Zeichen des bleibenden Gedenkens an die Märtyrerin des christlichen Widerstandes. Schwester Maria Restituta, mit bürgerlichem Namen Helene Kafka, gehörte dem Orden der Franziskanerinnen von der christlichen Liebe (auch:
"Hartmannschwestern") an. Unbeugsam leistete sie Widerstand gegen den Nationalsozialismus, unter anderem verweigerte sie die Entfernung von Kreuzen im Mödlinger Krankenhaus. Ein Diktat der Ordensfrau wegen der Störung einer katholischen Feier durch Nationalsozialisten sowie über ein pazifistisches "Soldatenlied" führte zur Verhaftung durch die "Gestapo". Der NS-Volksgerichtshof verurteilte Schwester Maria Restituta zum Tode und sie wurde im Jahre 1943 enthauptet. Papst Johannes Paul II. hat Schwester Maria Restituta im Jahre 1998 in den Stand der Seligen erhoben. Ausführliche Informationen über die Ordensfrau sind im Internet unter www.restituta.net/ zu finden.(Schluss) enz

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